New York Fed: K-förmige Wirtschaft besteht fort
Daten der Federal Reserve Bank of New York deuten darauf hin, dass die K-förmige Wirtschaft der USA, in der Besserverdienende florieren und Geringverdiener kämpfen, andauert. Dies widerspricht jüngsten Aussagen des Finanzministers.

Neue Daten der Federal Reserve Bank of New York (New York Fed) zeichnen ein gemischtes Bild der US-Wirtschaft. Der Bericht legt nahe, dass der K-förmige Wirtschaftstrend, der durch wachsende Unterschiede zwischen Gut- und Geringverdienern gekennzeichnet ist, nicht beendet ist. Dies steht im Widerspruch zu jüngsten Äußerungen von Finanzminister Scott Bessent.
Der „Quarterly Report on Household Debt and Credit“ der New York Fed und ein begleitender Blogbeitrag zur Verzugsquote bei Kreditkarten zeigen, dass die Amerikaner Kredite in Höhe von 1,26 Billionen US-Dollar auf ihren Kreditkarten haben. Die Kreditkartensalden steigen im Jahr 2026 weiter an, und ein zunehmender Anteil dieser Schulden wird nicht rechtzeitig beglichen.
„Für uns spiegelt dies die K-förmige Wirtschaft wider“, erklärten Forscher der New York Fed. Sie betonten, dass viele Haushalte von der Hand in den Mund leben. Diese Feststellung steht im direkten Gegensatz zur jüngsten Behauptung von Finanzminister Bessent, dass „die K-förmige Wirtschaft vorbei ist“.
Obwohl die gesamten Haushaltschulden leicht zurückgingen und die Hypothekenbestände sanken, sind der Anstieg der Kreditkartenschulden und die damit verbundenen Zahlungsausfälle ein erhebliches Problem. Die Rate der überfälligen Kreditkartensalden (über 90 Tage) ist deutlich gestiegen und hat Niveaus erreicht, die seit der Großen Rezession nicht mehr zu verzeichnen waren. Berichten zufolge wird dies durch hohe Zinssätze und anhaltende Inflation beeinflusst.