New York Times und weitere Medienhäuser verklagen Webbrowser Brave wegen Content-Scraping
Die New York Times und weitere Verlage werfen dem Browser-Anbieter Brave vor, urheberrechtlich geschützte Inhalte unbefugt zu vervielfältigen und für KI-Unternehmen bereitzustellen.

Die New York Times hat beim Bundesgericht in Manhattan eine Klage gegen das Browser-Unternehmen Brave eingereicht. Der Vorwurf lautet, Brave habe urheberrechtlich geschützte Inhalte ohne Genehmigung gesammelt und an KI-Firmen wie Anthropic, Perplexity und xAI weitergegeben. Zeitgleich reichten die Daily News, die Chicago Tribune und der Orlando Sentinel eine ähnliche Klage ein.
In der Klageschrift heißt es, Brave habe einen Index von über 30 Milliarden Webseiten mittels eines Crawlers erstellt, gegen den sich Verlage kaum effektiv wehren können. Die New York Times bezeichnet das Vorgehen als eine Form der Hehlerei, bei der Brave die Inhalte von Publizisten zweckentfremde, um sie als Datenbasis für Dritte zu vermarkten.
Zusätzlich zum Scraping kritisiert die Klägerseite Funktionen des Browsers, die Paywalls umgehen und fremde Werbung blockieren, während Brave gleichzeitig eigene Werbeflächen vertreibt. Das 2015 gegründete Unternehmen Brave hat bislang keine Stellungnahme zu den Vorwürfen abgegeben. Die Kläger fordern sowohl Schadensersatz als auch eine gerichtliche Unterlassung der umstrittenen Praktiken.