Neuseelands Premierminister schlägt Social-Media-Verbot für Minderjährige vor
Der neuseeländische Premierminister Christopher Luxon hat ein Gesetz vorgeschlagen, das die Nutzung von sozialen Medien für unter 16-Jährige verbieten würde. Das Gesetz stößt jedoch auf Widerstand in der Regierungskoalition und wird wahrscheinlich vor den Wahlen nicht verabschiedet.

Der Premierminister von Neuseeland, Christopher Luxon, hat einen Gesetzesentwurf vorgestellt, der die Nutzung von sozialen Medien für Kinder unter 16 Jahren verbieten soll. Luxon begründete den Vorschlag mit dem "Schaden, der einer Generation" junger Menschen zugefügt wird. Der Vorschlag stößt jedoch auf erheblichen Widerstand innerhalb der Regierungskoalition.
Zwei der drei Parteien in Luxons Koalitionsregierung haben erklärt, dass sie gegen das Gesetz stimmen werden. Dies erfordert die Unterstützung der Opposition, die sich noch nicht festgelegt hat. Angesichts der Parlamentsauflösung am 1. Oktober im Vorfeld der Wahlen im November bleibt nicht genügend Zeit, um das Gesetz, das drei Lesungen erfordert, vor der Auflösung zu verabschieden.
Sollte Luxon wiedergewählt werden, strebt seine Regierung an, sich anderen Ländern anzuschließen, die Altersbeschränkungen für soziale Medien eingeführt haben. Laut einer Studie aus dem Jahr 2025 verbringen ein Drittel der neuseeländischen Teenager mindestens fünf Stunden täglich in sozialen Medien. Luxon erklärte, dass soziale Medien Minderjährige schädlichen Inhalten und suchterzeugenden Technologien aussetzen, was sich negativ auf ihr Familienleben, ihre psychische Gesundheit, ihren Schlaf und ihre Bildung auswirkt.
Das vorgeschlagene Gesetz würde von Social-Media-Plattformen wie Instagram, TikTok und Facebook verlangen, angemessene Schritte zur Altersüberprüfung zu unternehmen. Ausgenommen wären Messaging-Apps wie WhatsApp und Spieleplattformen wie Roblox. Technologieunternehmen drohen Geldstrafen von bis zu 10 % ihres weltweiten Umsatzes bei Nichteinhaltung. Australien hat bereits im Dezember 2025 ein ähnliches Verbot für unter 16-Jährige eingeführt.