Zeitungen für Meinungsbildung unverzichtbar: Drei Viertel der Bevölkerung sehen das so
Eine aktuelle Umfrage zeigt: 76 Prozent der Deutschen halten Zeitungen für die freie Meinungsbildung für unverzichtbar. Gleichzeitig befürchten 48 Prozent Gefahren für die Pressefreiheit.

Die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung schätzt Zeitungen als unverzichtbare Säule für die freie Meinungsbildung. Eine aktuelle Online-Umfrage im Auftrag des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) ergab, dass 76 Prozent der Befragten redaktionellen Medien eine hohe Relevanz beimessen.
Diese Einschätzung gilt auch für jüngere Generationen: Unter den 16- bis 29-Jährigen sind es 75 Prozent, die Zeitungen für essenziell für die Meinungsbildung halten. Neben Fernsehen und Radio zählen Zeitungen damit zu den Top-3-Medien, die die öffentliche Meinung maßgeblich prägen. Plattformen ohne redaktionelle Aufbereitung spielen für die Mehrheit der Bevölkerung in diesem Kontext eine untergeordnete Rolle.
Parallel zur hohen Wertschätzung von Journalismus zeigt die Umfrage jedoch auch eine wachsende Besorgnis über den Zustand der Pressefreiheit. Hatten vor fünf Jahren noch 39 Prozent der Deutschen Gefahren für die freie Presse wahrgenommen, sind es heute 48 Prozent. Dies deutet auf ein gestiegenes Bewusstsein für mögliche Risiken hin.
BDZV-Hauptgeschäftsführerin Sigrun Albert betonte die Bedeutung geprüfter Informationen und relevanter Debatten, die von Redaktionen verantwortungsvoll geliefert werden. Sie hob die Notwendigkeit hervor, die Presse vor physischen Angriffen und gezielter Abwertung zu schützen und rief dazu auf, die Rahmenbedingungen für unabhängigen Journalismus zukunftsfest zu gestalten. Die Umfrage wurde im März und April 2024 unter 2.250 deutschsprachigen Internetnutzern durchgeführt.