Nexans und SNCF Réseau verbessern Bahnsicherheit mit supraleitendem Fehlerstrombegrenzer
Nexans und der französische Bahninfrastrukturbetreiber SNCF Réseau setzen einen neuen supraleitenden Fehlerstrombegrenzer ein. Diese Innovation erhöht die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Stromversorgung für Züge in der Region Belfort.

Nexans und SNCF Réseau, der Betreiber der französischen Eisenbahninfrastruktur, haben eine Partnerschaft zur Implementierung eines supraleitenden Fehlerstrombegrenzers (SFCL) geschlossen. Diese Technologie zielt darauf ab, die Sicherheit und Zuverlässigkeit der elektrischen Traktion auf der Strecke Belfort-Delle, einschließlich der grenzüberschreitenden Verbindung zur Schweiz, zu erhöhen.
Das Projekt adressiert die wachsenden Anforderungen an Bahnstromversorgungsnetze infolge von zunehmendem Verkehr und fortschrittlichem Rollmaterial. Überspannungen und Kurzschlüsse können erhebliche Störungen verursachen. Das von Nexans entwickelte SFCL-Gerät, das in das von SNCF Réseau identifizierte Umspannwerk Bussurel integriert wurde, absorbiert autonom Kurzschlussströme und regeneriert sich innerhalb von fünf Minuten ohne menschliches Eingreifen.
Diese Technologie verbessert nach Angaben die Zuverlässigkeit und Sicherheit des Netzes, indem sie Stromspitzen bei Kurzschlüssen reduziert. Langfristig könnte das SFCL eine geringere Dimensionierung von Traktionsstromversorgungsanlagen ermöglichen, was potenziell die Infrastrukturkosten senkt und die Versorgung von mehr Zügen erlaubt.
Nexans positioniert sich als führend in der Entwicklung supraleitender Technologien für den elektrifizierten Transport und die Stromverteilung. Das Unternehmen stellt sich ein Netzwerk von miteinander verbundenen supraleitenden Systemen vor, um zukünftige Energieherausforderungen zu bewältigen. Nexans ist zudem am SuperRail-Projekt beteiligt, bei dem das Umspannwerk Montparnasse-Vouillé mit supraleitenden Kabeln versorgt wird.