Nexans eröffnet Zentrum für Datacenter-Elektrifizierungstechnologien
Nexans hat sein neues Kompetenzzentrum Stella Nova in Hannover eingeweiht. Die Anlage präsentiert eine weltweite Premiere für supraleitende Kabel zur Elektrifizierung von Datacenter-Infrastrukturen.

Nexans hat sein neues Kompetenzzentrum Stella Nova in Hannover eröffnet, angesiedelt auf dem Panattoni Campus. Die 9.000 m² große Einrichtung beherbergt über 70 Experten, die sich auf drei strategische Bereiche konzentrieren: Hochpräzisionsform- und Schweißmaschinen für den Energie- und Industriesektor, kryogene Systeme für den Transport von Flüssigkeiten wie Wasserstoff sowie supraleitende Kabel- und Strombegrenzersysteme.
Die Eröffnung des Zentrums wird von einer weltweiten Premiere begleitet: eine Demonstrationsanlage für supraleitende Niederspannungs-AC- und DC-Kabel. Diese sind darauf ausgelegt, den erheblichen Strombedarf zukünftiger Hyperscale-Rechenzentren zu decken, indem sie eine hohe Energieeffizienz, ein kompaktes Design und verbesserte Nachhaltigkeit bieten. Supraleitende Kabel können bis zu zehnmal mehr Leistung als herkömmliche Kabel übertragen, ohne Energieverlust und mit minimaler Wärmeentwicklung.
Diese Initiative adressiert den wachsenden Energiebedarf von Rechenzentren, deren Stromverbrauch bis 2030 voraussichtlich 10 % des globalen Strombedarfs erreichen wird. Nexans zielt darauf ab, Lösungen zur Verbesserung von Kapazität, Effizienz und Nachhaltigkeit in diesem Sektor anzubieten. Die Technologie bietet auch potenzielle Anwendungen über den Rechenzentrumsmarkt hinaus.
Die Eröffnung von Stella Nova fällt mit dem 125-jährigen Jubiläum von Nexans zusammen. Das Unternehmen betont seine historische Rolle in der Elektrifizierung und sein fortlaufendes Engagement zur Förderung des Übergangs zu erneuerbaren Energien und zur Dekarbonisierung der Infrastruktur.