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Fertigung

Nidec bestätigt 844 Fälle von fehlerhaften Fertigungsprozessen, Präsident entschuldigt sich

Der japanische Motorenhersteller Nidec hat 844 Fälle von unautorisierten Änderungen an Fertigungsprozessen bestätigt. Das Unternehmen gab die Ergebnisse heute in einem Bericht eines Untersuchungsausschusses bekannt.

4. September 2026
Nidec bestätigt 844 Fälle von fehlerhaften Fertigungsprozessen, Präsident entschuldigt sich
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Der japanische Motorenhersteller Nidec hat 844 Fälle von unautorisierten und unsachgemäßen Änderungen an seinen Fertigungsprozessen bestätigt. Das Unternehmen veröffentlichte heute die Ergebnisse eines Untersuchungsausschusses, die schwerwiegende Qualitätsprobleme und Unregelmäßigkeiten aufdecken, die bis ins Jahr 2012 zurückreichen.

Der Bericht besagt, dass über 90 Prozent der Fälle unautorisierte Änderungen an Komponenten und Fertigungsverfahren ohne Zustimmung der Kunden betrafen. Darüber hinaus wurden Fälschung und Manipulation von Test- und Inspektionsergebnissen festgestellt. Sechs Fälle wurden als schwerwiegende Unregelmäßigkeiten eingestuft, an denen das obere Management und Standortleiter von Nidec beteiligt waren und die möglicherweise gegen Gesetze verstoßen.

Firmenchef Mitsuya Kishida entschuldigte sich auf einer Pressekonferenz. Er betonte, dass die Produktsicherheit nicht beeinträchtigt wurde und dass derzeit keine Rückrufe geplant seien. Der Bericht führt die Unregelmäßigkeiten auf die rasche Expansion des Unternehmens durch Fusionen und Übernahmen ohne entsprechende Verbesserungen der Managementsysteme, den Druck zur Erreichung kurzfristiger Leistungsziele und Kostensenkungen sowie unzureichende Ressourcen für die Qualitätssicherung zurück.

Nidec ist ein weltweit führender Anbieter von Elektromotoren und anderen Komponenten für Branchen wie Automobil, Elektronik und Industrieanlagen. Das Ausmaß und die Art dieser bestätigten Unregelmäßigkeiten werfen erhebliche Fragen bezüglich der internen Kontrollen und Qualitätsmanagementsysteme des Unternehmens auf.

Originalquelle: ithome.com