NIH-Gremium kritisiert Einbindung von Impfschaden-Klinik durch Gesundheitsminister
Der Vorsitzende des NIH Clinical Center warnt vor einem Reputationsschaden durch die von Robert F. Kennedy Jr. initiierte Klinik innerhalb der Forschungseinrichtung.

Jack Leslie, der Vorsitzende des Verwaltungsrats des National Institutes of Health (NIH) Clinical Center, hat sich kritisch zur Einrichtung einer Klinik für Impfschäden durch Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. geäußert. Er warnte davor, dass die politischen Aktivitäten des Ministers das Ansehen des für seltene Krankheiten bekannten Forschungskrankenhauses gefährden könnten.
Der Konflikt entzündete sich an einer überraschenden Einweihungsfeier, bei der Kennedy gemeinsam mit Personen auftrat, die von Impfschäden berichteten. Leslie betonte vor dem Gremium, dass Schweigen angesichts der drohenden Instrumentalisierung der Klinik einem Versagen der Aufsichtspflicht gleichkäme.
Obwohl Leslie anerkannte, dass ernsthafte Impfreaktionen existieren und ernst genommen werden müssen, bleibt die Methodik des Ministers umstritten. Die öffentliche Kritik zeigt die wachsenden Spannungen zwischen politischer Führung und der medizinischen Forschungslandschaft der USA.