Ninjacart sammelt 5,5 Mio. Euro und plant Börsengang in zwei Jahren
Das indische Agritech-Startup Ninjacart hat 5,5 Millionen Euro (6 Millionen US-Dollar) in einer Finanzierungsrunde erhalten und bereitet sich auf einen Börsengang innerhalb der nächsten zwei Jahre vor.

Das indische B2B-Agritech-Unternehmen Ninjacart hat in der ersten Tranche einer größeren Finanzierungsrunde 5,5 Millionen Euro (6 Millionen US-Dollar) eingesammelt. Angeführt wurde die Runde von bestehenden Investoren wie Accel und Tiger Global sowie von Nandan Nilekani, Mitbegründer von Infosys. Das Unternehmen gab die angestrebte Gesamtgröße der Runde nicht bekannt, erwartet aber weitere Investoren.
Die Finanzierung erfolgt im Vorfeld des geplanten Börsengangs des Startups innerhalb der nächsten zwei Jahre. Ninjacart gibt an, die Gewinnschwelle (EBITDA) erreicht zu haben und mit den Vorbereitungen für die Börsennotierung begonnen zu haben. CEO Kartheeswaran KK hatte bereits vor über drei Jahren erklärt, dass Ninjacart im Geschäftsjahr 2026 profitabel sein werde.
„In den letzten Jahren lag unser Hauptaugenmerk auf der Rentabilität, während wir stetig gewachsen sind. Erstens haben wir unsere Margen durch die richtige Kategorie- und Kanalkombination sowie durch eine verstärkte Beschaffungsseite verbessert. Zweitens haben wir Technologie und Daten genutzt, um Verschwendung zu minimieren und die Kosten in der Lieferkette zu senken“, sagte Kartheeswaran.
Diese operativen Optimierungen führten im vergangenen Jahr zu einem dreifachen Wachstum im Kerngeschäft von Ninjacart. Genaue Zahlen zur Umsatz- und Gewinnentwicklung für das Geschäftsjahr 2026 wurden jedoch nicht veröffentlicht. Ninjacart, gegründet 2015, betreibt eine Nischen-Lieferkette für Frischprodukte und positioniert sich als strategischer Lieferant für Quick-Commerce-Plattformen.
Das Startup transportiert täglich über 1.500 Tonnen Frischprodukte zwischen mehr als 40 Städten in Indien und arbeitet mit über 150.000 Landwirten, 30.000 Einzelhändlern und 5.000 Wiederverkäufern zusammen.