Nio-CEO William Li: Fokus intelligenter Fahrtechnologien liegt auf Sicherheit statt Jobverlust
Der Gründer von Nio, William Li, plädiert dafür, die intelligente Fahrtechnik zur Entlastung von Fahrern und zur Senkung von Unfallzahlen zu nutzen, anstatt Arbeitsplätze in der Taxibranche zu ersetzen.
Auf der Internet-Konferenz in Wuzhen 2026 distanzierte sich William Li, CEO des Elektroautoherstellers Nio, von der Vorstellung, dass die Autonomie in der Fahrzeugbranche primär zur Verdrängung von Taxifahrern dienen sollte. Stattdessen müsse das Ziel die Verbesserung der Verkehrssicherheit und die physische Entlastung der Fahrer sein.
Li verwies auf Statistiken, wonach die unfallbedingten Schäden bei Nio-Nutzern im ersten Halbjahr 2026 um 38,4 Prozent gesunken seien. Er betonte, dass der Einsatz intelligenter Fahrassistenzsysteme dazu beitragen könne, die jährlich weltweit mehr als 1,16 Millionen Verkehrstoten zu reduzieren, indem sie Ermüdung und Fehlentscheidungen am Steuer ausgleichen.
Zudem äußerte sich Li zur wirtschaftlichen Komponente der Branche. Er betonte, dass sich autonomes Fahren in einer Phase befinde, in der ein kommerzieller Nachweis erforderlich sei. Der wahre Wert der Technologie zeige sich nur dort, wo Nutzer bereit seien, für entsprechende Funktionen zu zahlen, was für die Nachhaltigkeit der Unternehmen von zentraler Bedeutung sei.