Nobelpreisträgerin Maria Ressa warnt vor KI-Bedrohung der menschlichen Autonomie
Die Nobelpreisträgerin Maria Ressa äußert Bedenken, dass künstliche Intelligenz eine ernsthafte Bedrohung für die menschliche Autonomie darstellt. Sie fordert gesetzliche Maßnahmen zur Begrenzung der KI-Entwicklung.
Die Friedensnobelpreisträgerin Maria Ressa hat davor gewarnt, dass künstliche Intelligenz (KI) letztlich die Autonomie des Menschen untergraben könnte, wenn sie nicht gesetzlich reguliert wird. Ressa, die Co-Vorsitzende der International Science Panel on Artificial Intelligence der Vereinten Nationen ist, betonte das Potenzial der KI, die menschliche Entscheidungsfindung zu beeinträchtigen.
Ressa, bekannt für ihre Arbeit zur Aufdeckung der Macht großer Technologiekonzerne, beschreibt drei Wellen des KI-Einflusses. Die erste Welle, soziale Medien, hat bereits die Aufmerksamkeit auf sich gezogen und Gesellschaften polarisiert. Die zweite Welle, zu der Chatbots gehören, nutzt menschliche Bedürfnisse nach Verbindung aus und kann das psychische Wohlbefinden beeinträchtigen. Die dritte Welle, so erklärt sie, stellt die Autonomie durch KI-Systeme, die eigenständig handeln und intelligent agieren können, direkt in Frage und geht über bloße Nachahmung hinaus.
Auf Bedenken, dass KI-Regulierungen die USA gegenüber China benachteiligen könnten, entgegnet Ressa, dies sei eine "clevere Ausrede". Sie wies darauf hin, dass China für seine Bürger in Plattformen wie TikTok mehr Sicherheitsvorkehrungen trifft als Silicon-Valley-Unternehmen für ihre globalen Nutzer.
Ressa fordert die Öffentlichkeit auf, sich für die Regulierung von KI einzusetzen und bezeichnet dies als eine Frage der öffentlichen Sicherheit und nicht nur der Meinungsfreiheit. Sie präsentierte auch Rappler Communities, eine mobile App, die auf dezentraler Technologie basiert, als Modell für kommunikationsplattformen im öffentlichen Interesse, die echten Dialog fördern und demokratische Prozesse unterstützen.