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Technologie

Nobelpreisträger warnen vor KI-Auswirkungen auf Arbeitsplätze

Über 350 Experten, darunter 15 Nobelpreisträger, haben eine Erklärung veröffentlicht, die vor den tiefgreifenden wirtschaftlichen Verwerfungen und Arbeitsplatzverlusten durch künstliche Intelligenz warnt.

13. Juli 2026
Nobelpreisträger warnen vor KI-Auswirkungen auf Arbeitsplätze

Über 350 namhafte Experten, darunter 15 Nobelpreisträger, haben eine Erklärung veröffentlicht, die vor den disruptiven Auswirkungen künstlicher Intelligenz (KI) auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt warnt. Die Erklärung mit dem Titel „We Must Act Now“ (Wir müssen jetzt handeln), die mit dem Digital Economy Lab der Stanford University verbunden ist, betont das Potenzial der KI, die Gesellschaft in einem kürzeren Zeitraum so umzugestalten, dass es die industrielle Revolution übertrifft.

Die Erklärung stellt fest, dass KI „in den nächsten 10 Jahren radikal leistungsfähiger werden könnte“. Sie prognostiziert, dass KI „die Wirtschaft mit einer Kraft transformieren könnte, die sogar größer ist als die industrielle Revolution, aber in einem viel kürzeren Zeitraum“. Dies könnte sowohl zu „großflächigen Arbeitsplatzverlusten“ als auch zu „erheblichen Steigerungen des Lebensstandards“ führen. Die Unterzeichner fordern daher umgehend Wirtschaftswissenschaftler, politische Entscheidungsträger und Technologie-Führer auf, sofort zu handeln, um sicherzustellen, dass KI „Menschen ergänzt und der Gesellschaft nützt“.

Erik Brynjolfsson, ein Wirtschaftswissenschaftler in Stanford, der an der Organisation der Erklärung beteiligt war, äußerte die Sorge, dass die Welt auf den kommenden KI-„Tsunami“ nicht vorbereitet sei. „Ich mache mir ein wenig Sorgen, dass wir nicht auf den kommenden Tsunami vorbereitet sein werden“, sagte Brynjolfsson der New York Times. Er erläuterte, dass er zwar kein KI-Skeptiker sei, aber glaubt, dass die langfristigen Vorteile der Technologie zu einem hohen Preis kommen könnten, wenn keine angemessenen Vorbereitungen getroffen werden.

Die Liste der Unterzeichner umfasst führende Persönlichkeiten aus Spitzen-KI-Laboren wie OpenAI und Anthropic, den ehemaligen Google-CEO Eric Schmidt sowie verschiedene Forscher und Ökonomen von Unternehmen wie Google und Microsoft. Besonders bemerkenswert ist die Aufnahme von Daron Acemoglu und Simon Johnson, zwei Nobelpreisträgern für Wirtschaftswissenschaften, die zuvor als KI-Skeptiker galten, was die Breite der Besorgnis unter Experten unterstreicht.

Originalquelle: inc.com