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Wissenschaft

Nobelpreis für Physik an Ferenc Krausz für Forschung in der Attosekundenphysik

Der Experimentalphysiker Professor Ferenc Krausz von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) wurde für seine Arbeit im Bereich der Attosekundenphysik mit dem Nobelpreis für Physik 2023 ausgezeichnet.

15. Juni 2026
Nobelpreis für Physik an Ferenc Krausz für Forschung in der Attosekundenphysik

Professor Ferenc Krausz, Inhaber des Lehrstuhls für Experimentalphysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), wurde für die Entwicklung experimenteller Methoden zur Erzeugung von Attosekundenlichtpulsen mit dem diesjährigen Nobelpreis für Physik geehrt. Er teilt sich die Auszeichnung mit Professor Anne L’Huillier von der Universität Lund und Professor Pierre Agostini von der Ohio State University.

Die am 3. Oktober bekannt gegebene Auszeichnung würdigt die Beiträge des Trios zum Forschungsfeld der Attosekundenphysik. Attosekundenlichtpulse, die nur 10⁻¹⁸ Sekunden dauern, ermöglichen die Untersuchung der Elektronendynamik in Atomen und Molekülen nahezu in Echtzeit.

Krausz' Forschung hat es ermöglicht, die Bewegung von Elektronen – die schnellsten Prozesse in der Natur außerhalb des Atomkerns – zu verfolgen. Diese Fortschritte bergen Potenzial für die Entwicklung schnellerer elektronischer Bauteile. Darüber hinaus haben seine Arbeiten zu Anwendungen in der medizinischen Diagnostik geführt, wie der Früherkennung spezifischer Krebsarten durch die Analyse von Molekülen im Blut.

Krausz, der zudem Direktor am Max-Planck-Institut für Quantenoptik ist, gilt als einer der Begründer der Attosekundenphysik. Er zeigte sich von der Nachricht überrascht und demütig und betonte die Bedeutung der exzellenten Forschungsbedingungen, die ihm die LMU und das Max-Planck-Institut bieten.

Originalquelle: lmu.de