Nokia steigert Zuverlässigkeit von Rechenzentrumsnetzwerken durch Automatisierung
Nokia stellt einen neuen Ansatz zur Konfiguration von Rechenzentrumsnetzwerken vor, der Fehler und Ausfallzeiten reduzieren soll. Die Lösung kombiniert SR Linux und Event-Driven Automation (EDA) für ein selbstvalidierendes System.

Nokia Oyj verbessert die Zuverlässigkeit von Rechenzentrumsnetzwerken mit einem neuen Konfigurationsansatz, der Fehler und Ausfallzeiten erheblich reduziert. Das SR Linux Betriebssystem des Unternehmens in Kombination mit der Event-Driven Automation (EDA) Plattform verwandelt die Einrichtung und Verwaltung von Netzwerken in ein vorhersagbares, selbstvalidierendes System, so die Ergebnisse von Nokia Bell Labs Consulting.
Dieser Ansatz adressiert das häufige Problem, dass die Netzwerkverfügbarkeit durch Konfigurationsfehler wie falsch eingegebene Befehle oder nicht validierte Änderungen gefährdet wird, noch bevor Daten das Netzwerk durchlaufen. Die Bell Labs-Studie zeigt, dass diese neue Methodik konfigurationsbedingte Fehler um bis zu 95 % im Vergleich zu traditionellen Methoden reduzieren kann.
Zentral für Nokias Lösung ist die Nutzung eines digitalen Zwillings, einer exakten Kopie der produktiven Live-Umgebung. Dies ermöglicht es Ingenieuren, Konfigurationen mit denselben Absichtseingaben zu entwerfen und zu validieren, die auch in der Produktion verwendet werden. Dieser Prozess schließt die Lücke zwischen Design und Implementierung, minimiert Konfigurationsabweichungen und verhindert Fehler, bevor sie das Live-Netzwerk beeinträchtigen.
Die EDA-Plattform von Nokia verfügt über eine integrierte Trockenlauf-Validierung, die vorgeschlagene Änderungen gegen die modellierte Absicht und den aktuellen Zustand des Netzwerks testet. Werden Inkonsistenzen erkannt, stoppt die Bereitstellung automatisch. Diese Funktion reduziert die Häufigkeit von Konfigurationsfehlern und die Wiederherstellungszeit. Laut der Studie kann dies zu einer Reduzierung der SLA-Strafkosten um bis zu 60 % und einer Verringerung der Umsatzverluste durch Ausfallzeiten um bis zu 53 % führen.
Die SR Linux-Architektur ist modular aufgebaut und ermöglicht inkrementelle Updates, ohne dass das gesamte System neu geladen werden muss. EDA erweitert dies durch parallele, gruppenbasierte Upgrades. Durch die Automatisierung dieser repetitiven Aufgaben können sich Netzwerkbetreiber von Routinearbeiten entlasten und sich auf wertvollere Design- und Optimierungsaufgaben konzentrieren, während die Netzwerkleistung und Zuverlässigkeit verbessert wird.