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Technologie

Nokia stellt ReefShark-Chipsätze zur Leistungssteigerung von 5G-Netzen vor

Nokia Oyj hat seine neuen ReefShark-Chipsätze eingeführt, die darauf ausgelegt sind, die Leistung von 5G-Netzen erheblich zu steigern, die Größe zu reduzieren und den Stromverbrauch zu senken.

9. Juni 2026
Nokia stellt ReefShark-Chipsätze zur Leistungssteigerung von 5G-Netzen vor

Espoo, Finnland – Der Telekommunikationsausrüster Nokia Oyj hat seine neuen ReefShark-Chipsätze vorgestellt. Diese nutzen die hauseigene Siliziumexpertise, um Größe, Kosten und Stromverbrauch von Betreibernetzwerken drastisch zu reduzieren und gleichzeitig die anspruchsvollen Anforderungen von 5G zu erfüllen.

Die ReefShark-Chipsätze integrieren künstliche Intelligenz (KI) von Nokia Bell Labs sowie Nokias umfassende Kompetenzen in der Antennenentwicklung. Das Silizium wurde in Nokias Einrichtungen in Finnland (Oulu, Espoo, Tampere) und Sunnyvale, Kalifornien, entwickelt. Durch die Verbesserung der Leistung von Radiofrequenz-Einheiten (RF), wie sie in Antennen verwendet werden, halbieren die ReefShark-Chipsätze die Größe von Massive MIMO-Antennen. Zudem reduzieren sie den Stromverbrauch von Basisbandeinheiten um 64 Prozent im Vergleich zu aktuellen Lösungen.

Die für Rechenkapazität entwickelten ReefShark-Chipsätze werden als Steckmodule für Nokias AirScale-Basisbandmodul geliefert. AirScale ist softwareseitig für volle 5G-Funktionalität aufrüstbar. Diese Steckmodule sollen den Durchsatz von Nokias derzeitigen 28 Gbit/s auf bis zu 84 Gbit/s pro Modul verdreifachen. Darüber hinaus unterstützt die Verkettung von AirScale-Basisbandmodulen Durchsätze von bis zu 6 Terabit pro Sekunde, um den wachsenden Anforderungen an Netzverdichtung und Enhanced Mobile Broadband in städtischen Gebieten gerecht zu werden.

Die Chipsätze sollen KI-Funktionen für die Echtzeit-Funküberwachung und -optimierung sowie die Unterstützung von Network Slicing zur Erfüllung neuer geschäftlicher Anwendungsfälle beinhalten. Nokia arbeitet mit 30 Betreibern an diesen Verbesserungen, wobei die Feldversuche im dritten Quartal 2018 beginnen sollen.

Originalquelle: nokia.com