Nokia legt Leitlinien für ethischen und nachhaltigen 5G-Ausbau vor
Nokia hat einen Bericht zur Zukunft von 5G bis 2030 veröffentlicht und fordert eine branchenübergreifende Zusammenarbeit, um ethische und ökologische Standards zu sichern.

Nokia hat den Bericht „Flash forward: Life in 2030“ veröffentlicht, der die Auswirkungen der 5G-Technologie auf die Gesellschaft und Wirtschaft des kommenden Jahrzehnts untersucht. Das Unternehmen betont, dass der globale Einsatz von 5G-Netzen zu komplex ist, als dass er von einzelnen Akteuren allein gestaltet werden könnte. Eine enge Kooperation zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sei zwingend erforderlich.
Der Bericht enthält sieben Handlungsempfehlungen, darunter die Förderung eines offenen Dialogs über die gesellschaftlichen Folgen neuer Technologien, die Anwendung von Kreislaufprinzipien bei der Produktentwicklung sowie die Etablierung verbindlicher Rahmenbedingungen für den ethischen Einsatz von Technik. Nokia warnt davor, dass der Erfolg der 5G-Ära von den heute getroffenen regulatorischen und ethischen Entscheidungen abhängt.
Karoliina Loikkanen, Leiterin für Nachhaltigkeit bei Nokia, betonte die Verantwortung des Unternehmens, bei der Einführung dieser Infrastruktur die Themen Gleichberechtigung und digitales Vertrauen in den Vordergrund zu stellen. Das Papier ergänzt Nokias jüngste Bestrebungen, durch internationale Abkommen die sektorübergreifende Zusammenarbeit zu stärken.
Anhand von fünf Anwendungsszenarien skizziert der Bericht, wie 5G-Technologien Bereiche wie Fernchirurgie, die Bildung im ländlichen Raum sowie die industrielle Effizienz durch IoT-gestützte Sensoren nachhaltig verändern könnten.