Nicht-Bankakteure könnten bis 2030 20 % der Erträge im Corporate & Investment Banking erzielen
Ein Bericht von Boston Consulting Group prognostiziert, dass Nicht-Banken-Finanzinstitute bis 2030 20 % der globalen Erträge im Corporate & Investment Banking erzielen könnten, was die Kapitalmärkte neu gestalten würde.

Die Welt des Corporate & Investment Banking (CIB) steht in den nächsten fünf Jahren vor einer bedeutenden Umwälzung. Nicht-Banken-Finanzinstitute (NBFIs) werden voraussichtlich ihre Reichweite in den Bereichen Handel, Beratung und Kreditvergabe ausbauen. Einem neuen Bericht von Boston Consulting Group (BCG) zufolge werden NBFIs bis 2030 für 20 % der globalen CIB-Einnahmen und 30 % der Handelsvolumina verantwortlich sein.
Diese Entwicklung findet statt, während das gesamte CIB-Umsatzvolumen voraussichtlich um bis zu 35 % wachsen und bis 2030 die Billionen-Dollar-Marke überschreiten könnte. Traditionelle Banken stehen jedoch unter erheblichem Druck von agileren Wettbewerbern, digitalen Plattformen und zunehmender geopolitischer Fragmentierung. Der Bericht skizziert drei Zukunftsszenarien und empfiehlt Portfoliostrategien für Resilienz.
Die Analyse von BCG hebt das Potenzial künstlicher Intelligenz (KI) hervor. Schätzungen zufolge könnte KI bis 2030 25 % bis 40 % der Kapazitäten von Corporate- und Investmentbankern freisetzen. Unternehmen, die bei der KI-Einführung führend sind, gehen über isolierte Pilotprojekte hinaus zu unternehmensweiten Transformationen.
Der Bericht fordert CIB-Führungskräfte auf, ein Portfolioprinzip für ihre Strategie zu verfolgen. Dabei sollten sie sich darauf konzentrieren, das Potenzial im Kerngeschäft zu maximieren, renditestarke angrenzende Bereiche zu skalieren und gezielte Investitionen in aufstrebende Domänen zu tätigen. Mutige Schritte in Technologie, Infrastruktur und Kundenabdeckung gelten als unerlässlich, damit Banken in diesem sich entwickelnden Markt wettbewerbsfähig bleiben.