Nordea: Beschaffung, Nachhaltigkeit und Resilienz konvergieren
Die Nordea Bank hebt hervor, dass Beschaffung, Nachhaltigkeit und Risikomanagement in Unternehmen zusammenwachsen. Zunehmende Regulierung und Lieferkettenstörungen erfordern strategische Ansätze in diesen Bereichen.

Helsinki – Die Nordea Bank weist auf einen bedeutenden Trend in der Unternehmenswelt hin: Die wachsende Bedeutung von Beschaffung, Nachhaltigkeit und der Widerstandsfähigkeit von Lieferketten (Resilienz), wobei diese Bereiche zu konvergieren beginnen. Traditionell getrennt entwickelte Funktionen treffen nun aufeinander, bedingt durch zunehmende Regulierung und die Anfälligkeit globaler Lieferketten für Störungen.
Diese Konvergenz war ein zentrales Thema bei einem kürzlichen Roundtables in Oslo, bei dem Fachleute aus den Bereichen Beschaffung, Nachhaltigkeit und Risikomanagement zusammenkamen. Die Diskussion konzentrierte sich darauf, wie sich Rollen verschieben und warum die Beschaffung zu einer wichtigen Schnittstelle für das Management von Nachhaltigkeitsrisiken und die Umsetzung von Klimaambitionen geworden ist, da sich viele wesentliche Nachhaltigkeitsherausforderungen in der Lieferkette ansammeln.
Regulierungen, wie die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), zwingen Unternehmen, ihre Wertschöpfungsketten zu kartieren und relevante Nachhaltigkeitsthemen zu identifizieren. Anstatt Regulierung rein als Compliance-Pflicht zu betrachten, kann sie als strategisches Werkzeug zur Verbesserung interner Entscheidungsfindung und zur Förderung eines klareren Dialogs mit Stakeholdern genutzt werden. Nachhaltigkeitsberichterstattung entwickelt sich zu einem Mechanismus zum Verständnis von Risiken und Chancen.
Nordea betont, dass sich der Fokus in der Beschaffung allmählich von der traditionellen Kosten- und Verfügbarkeitsverwaltung hin zu Governance und Risikomanagement verlagert. Nachhaltigkeit wird zunehmend als Mittel zur Erfassung langfristiger Risiken, einschließlich Klima- und regulatorischer Risiken, betrachtet. Die größten Klima-Fußabdrücke und ESG-Risiken von Unternehmen liegen typischerweise in ihren Lieferketten. Resilienz wird durch größere Transparenz über die erste Lieferantenebene hinaus, strukturierte Steuerung von ESG-Risiken und die Fähigkeit zum Management von Abhängigkeiten aufgebaut.