Nordea: KMU kämpfen mit Wachstumfinanzierung
Eine neue Analyse von Nordea zeigt, dass kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Schwierigkeiten bei der Wachstumsfinanzierung haben, geringere Renditen erzielen und Betriebskapital ineffizienter einsetzen als größere Unternehmen.

Die neueste Analyse der Nordea Bank Abp zeigt, dass kleine und mittlere Unternehmen (KMU) größere Schwierigkeiten bei der Finanzierung ihres Wachstums haben als größere Konzerne. Der Bericht, der auf Nordeas "Working Capital Report 2020" basiert, untersucht die Hürden, mit denen KMU bei Investitionen und der Kapitalbeschaffung konfrontiert sind.
Eine zentrale Erkenntnis ist, dass börsennotierte KMU, mit Ausnahme der kleinsten Kategorie, Wachstumsraten aufweisen, die mit denen größerer Unternehmen vergleichbar sind, jedoch weniger Unterstützung durch externe Finanzierungen wie Bankkredite erhalten. Dies führt dazu, dass die Mehrheit der KMU auf ihren intern generierten Cashflow oder Eigenkapitalzuführungen von den Eigentümern angewiesen ist, um ihr Wachstum zu finanzieren.
Aufgrund geringerer Marktkapitalisierungen und einer weniger effizienten Nutzung des Umlaufvermögens erzielen KMU geringere Renditen. Der Bericht legt nahe, dass diese Kapitalknappheit das Wachstum vieler Unternehmen behindern kann. Vorgeschlagene Lösungen umfassen die Forderungsfinanzierung, die den Cashflow beschleunigen kann, indem sie Kapital freisetzt, das in Kundenrechnungen gebunden ist.
Für im internationalen Handel tätige KMU gibt es auch Möglichkeiten, notwendiges Kapital durch Exportkreditgarantien von staatlich unterstützten Exportkreditagenturen (ECAs) zu beschaffen. Die von diesen Garantien gebotene Risikodeckung ermöglicht es Banken, KMU Optionen wie Factoring und Überziehungskreditlinien anzubieten.