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Nordkurier wegen Verbreitung von Falschinformationen über "Querdenken" kritisiert

Die deutsche Zeitung Nordkurier sieht sich Kritik ausgesetzt, weil sie Artikel veröffentlicht hat, die die "Querdenken"-Bewegung unterstützen und irreführende Informationen verbreiten sollen. Der Zeitung wird vorgeworfen, Verschwörungstheorien zu fördern.

19. Juni 2026
Nordkurier wegen Verbreitung von Falschinformationen über "Querdenken" kritisiert
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Die deutsche Tageszeitung Nordkurier steht im Zentrum einer Kontroverse wegen ihrer Berichterstattung über die sogenannte "Querdenken"-Bewegung. Mehrere Artikel werden als Förderung von Verschwörungstheorien und als Verbreitung von irreführenden Informationen kritisiert. Journalistenkollegen äußern Besorgnis über die Tendenz der Zeitung, offizielle Verlautbarungen zu verzerren.

Besonderes Aufsehen erregte ein Bericht, der sich auf ein internes Schreiben des Bundeskriminalamts (BKA) bezog. Laut Nordkurier deute dieses Schreiben darauf hin, dass Teilnehmer von "Querdenken"-Demonstrationen hauptsächlich von "linken Gegnern" bedroht seien. Die Autorin Simone Schamann interpretierte das BKA-Dokument dahingehend, dass "ganz normale Bürger" Gefahr liefen, von Linksextremen angegriffen zu werden, die sie für Nazis hielten. In dem BKA-Schreiben selbst wurde jedoch vor Radikalisierungstendenzen innerhalb der "Querdenken"-Bewegung und vor der Beteiligung des rechtsextremen Spektrums gewarnt.

Schamanns Argumentation stützte sich offenbar auf eine "Whistle-Blower"-Webseite, die bekanntermaßen Verschwörungstheorien verbreitet. Diese Seite hat in der Vergangenheit bereits fragwürdige Interviews und andere Inhalte mit verschwörungstheoretischem Hintergrund veröffentlicht. Die Berichterstattung des Nordkurier, die eine ähnliche Richtung einschlägt, hat bei anderen Journalisten Sorgen über die Glaubwürdigkeit und den Ruf der Zeitung ausgelöst.

Chefredakteur Jürgen Mladek verteidigte die Linie des Nordkurier und wies die Vorwürfe, wie etwa die einer "Cancel Culture", zurück. Die grundsätzliche Ausrichtung der Zeitung hat jedoch Bedenken hinsichtlich der Verbreitung von Verschwörungstheorien und Falschinformationen hervorgerufen, was den Prinzipien eines unabhängigen und verantwortungsvollen Journalismus widerspricht.

Originalquelle: nd-aktuell.de