Nordnet: Zinsstärkere Fonds bei Anlegern beliebt
Die Marktunruhen im April haben Anleger dazu veranlasst, vermehrt in renditestärkere Fonds zu investieren. Nordnets Statistiken zeigen einen Zuwachs bei Nettokäufen dieser Fonds.

Die volatile Marktlage im April hat bei Anlegern zu einer Verlagerung hin zu Fonds mit höherer Verzinsung geführt, wie aus Statistiken der Nordnet Bank hervorgeht. Dieser Trend folgte auf einen ruhigeren März und wurde durch erschwerte Kreditbedingungen für Unternehmen auf dem Anleihenmarkt begünstigt.
Privatanleger bevorzugen zunehmend Fonds, die höhere Zinsen bieten, anstelle von Aktienfonds. Die Entwicklung deutet auf eine Präferenz hin, Unternehmen indirekt über Hochzinsanleihenfonds Geld zu leihen, anstatt direkt in Aktien zu investieren.
„In unsicheren Zeiten reduzieren Fondssparer oft ihre Engagements in Aktienfonds“, erklärt Sissel Olsvik Vammervold, Spareökonomin bei Nordnet. „Wir beobachten, dass Privatanleger Hochzinsanleihenfonds als Alternative zu risikoärmeren Rentenfonds entdeckt haben. Die Renditen, die diese Fonds in Zeiten volatiler Aktienmärkte bieten, sind attraktiv.“ Vammervold wies jedoch darauf hin, dass diese Anlagen Risiken bergen, wenn auch geringere als Direktinvestitionen in Aktien.
Im April sank das Handelsvolumen um 20 Prozent, während die Nettoersparnis um 50 Prozent stieg. Die Nettoinvestitionen in Fonds beliefen sich auf 58 Millionen Norwegische Kronen, wovon 59 Prozent in Rentenfonds, überwiegend Hochzinsanleihenfonds, flossen. Diese Daten spiegeln die Aktivitäten der rund 50.000 norwegischen Kunden von Nordnet im April wider.