Nordkoreanische Hacker unter Verdacht bei Krypto-Diebstahl über 351 Mio. Dollar
Die Kryptobörse Bitget verlor am Donnerstag über 351 Millionen Dollar durch einen Cyberangriff. Der Diebstahl wird nordkoreanischen Hackern zugeschrieben und ist der bisher größte Krypto-Diebstahl des Jahres.

Nordkoreanische Hackergruppen stehen im Verdacht, am Donnerstag über 351 Millionen Dollar in Kryptowährung von den Servern der Börse Bitget gestohlen zu haben. Dieser Vorfall stellt den bisher größten bekannten Diebstahl digitaler Währungen in diesem Jahr dar.
In einer Reihe von Beiträgen auf X teilte Bitget mit, dass der Einbruch die mit dem Internet verbundenen „Hot Wallets“ betroffen habe, die für den aktiven Handel genutzt werden. Die Börse hat Kryptowährungabhebungen auf ihrem Netzwerk ausgesetzt. Das Unternehmen versicherte jedoch, dass seine Benutzerschutzfonds in Höhe von 464 Millionen Dollar ausreicht, um alle Kosten des Diebstahls zu decken.
Bitgets CEO Gracy Chen stellte fest, dass der Einbruch „stark mit bekannten Mustern nordkoreanischer Hackerorganisationen übereinstimmt“. Solche Gruppen wurden zuvor mit Krypto-Diebstählen in Verbindung gebracht, die vermutlich das Atomwaffenprogramm des Landes finanzieren. Laut dem Blockchain-Analyseunternehmen TRM Labs ist Nordkorea für rund drei Viertel des Wertes aller bisherigen Krypto-Diebstähle im Jahr 2026 verantwortlich.
Chen nannte keinen Zeitrahmen für die erwartete Wiederaufnahme der Abhebungsdienste von Bitget.