Studie zeigt: Deaktivierung von TV-Tracking-Funktionen oft wirkungslos
Forscher der Northeastern University haben festgestellt, dass viele Smart-TVs weiterhin Nutzerdaten übertragen, obwohl die entsprechenden Tracking-Optionen deaktiviert wurden.

Wissenschaftler der Northeastern University untersuchten 12 Smart-TV-Modelle von 10 Herstellern, um die Wirksamkeit der Opt-out-Funktionen zur automatischen Inhaltserkennung (ACR) zu testen. Die Studie zielte darauf ab, festzustellen, ob Nutzer die Datenerfassung zu ihren Sehgewohnheiten tatsächlich unterbinden können.
Während die Mehrheit der getesteten Marken – darunter LG, Amazon Fire TV, Sony und Geräte mit Vidaa OS – die Datenübertragung nach der Deaktivierung erfolgreich stoppte, zeigten andere Modelle erhebliche Mängel. Geräte von Samsung und Roku sendeten weiterhin Daten, obwohl die entsprechende Option gewählt worden war. Bei einem Vizio-Fernseher hatte die Änderung der Einstellungen gar keine messbare Auswirkung auf das Verhalten des Geräts.
Die Untersuchung unterstreicht mangelnde Transparenz bei der Verwaltung von Privatsphäre-Einstellungen in der Unterhaltungselektronik. Da Smart-TVs zunehmend die zentralen Medienknotenpunkte in Haushalten bilden, verdeutlichen die Ergebnisse, dass die Kontrolle über persönliche Daten je nach Hersteller und Betriebssystem stark variiert.