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Technologie

Norwegen streicht Ausnahmen für Spiele und Messenger aus dem Altersbeschränkungsgesetz

Die norwegische Regierung plant, soziale Medien für Minderjährige stärker zu regulieren. Ausnahmen für Spiele und Messaging-Dienste wurden gestrichen.

21. Oktober 2026

Die norwegische Regierung hat ihr geplantes Gesetz zur Altersbeschränkung für soziale Medien überarbeitet und die bisher vorgesehenen Ausnahmen für Spiele sowie Messengerdienste aufgehoben. Anstelle einer pauschalen Freistellung tritt nun eine risikobasierte Prüfung: Plattformen, die als schädlich für die emotionale, kognitive oder physische Entwicklung von Kindern eingestuft werden, unterliegen künftig den Beschränkungen. TikTok, Roblox und Snapchat wurden als Beispiele genannt, die von diesen Maßnahmen betroffen sein könnten.

Das Gesetz zielt darauf ab, Risiken durch süchtig machende Designmerkmale, unerwünschte Kontakte zu Fremden und schädliche Inhalte zu minimieren. Die Regierung argumentiert, dass ein flexibles Testverfahren effektiver sei, um auch soziale Interaktionsmöglichkeiten in Spielen zu regulieren, die zuvor durch Ausnahmeregelungen geschützt gewesen wären.

Die Umsetzung der Altersvorgaben ist eng an den nationalen norwegischen Digital Services Act (DSA) geknüpft, der derzeit noch in der Konsultationsphase steckt. Obwohl die Regierung die Einführung der Regelung als hohe Priorität einstuft, fehlen weiterhin konkrete Details zu den Sanktionen, den zuständigen Kontrollbehörden sowie einem verbindlichen Zeitplan für das Inkrafttreten der Maßnahmen.

Originalquelle: medianama.com