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Wissenschaft

US-Atomaufsicht schlägt Änderung des ALARA-Standards vor

Die US-amerikanische Atomaufsichtsbehörde (NRC) hat einen Regelvorschlag eingebracht, der die Regulierung von Strahlenexposition ändern würde. Die Änderungen zielen auf eine Präzisierung der Terminologie ab.

6. Juli 2026
US-Atomaufsicht schlägt Änderung des ALARA-Standards vor

Die US-amerikanische Atomaufsichtsbehörde (NRC) hat in der vergangenen Woche einen Regelvorschlag veröffentlicht, der die Art und Weise ändern würde, wie sie die Strahlenexposition reguliert. Dies geschieht vor dem Hintergrund von Forderungen aus der Pro-Nuklear-Bewegung, die bestehende Vorschriften als Hindernis für das Branchenwachstum betrachten.

Anstatt von aktuellen wissenschaftlichen Grundlagen abzuweichen, bekräftigen die vorgeschlagenen neuen Regeln der NRC die zugrundeliegende Wissenschaft. Die Kommission schlägt vor, dass Probleme eher in der Unklarheit der verwendeten Terminologie liegen. Die neuen Standards sollen die gleichen Sicherheitsergebnisse mit klarerer Sprache erzielen.

Schätzungen der Industrie gehen davon aus, dass die Regeländerungen der Atomkraft-, Medizin- und Forschungsbranche jährlich rund 9,5 Millionen US-Dollar einsparen werden. Von zentraler Bedeutung für die US-amerikanische Nuklearregulierung sind zwei technische Abkürzungen: LNT ("linear non-threshold", linear schwellenlos) und ALARA ("as low as reasonably achievable", so niedrig wie vernünftigerweise erreichbar).

Das LNT-Prinzip befasst sich mit der Frage, ob es eine Strahlungsstufe gibt, die so niedrig ist, dass sie keine schädlichen biologischen Auswirkungen mehr hat. "Non-threshold" impliziert, dass es keine solche Schwelle gibt, was mit dem biologischen Verständnis übereinstimmt, dass selbst einzelne Strahlungspartikel DNA schädigen können. Das ALARA-Prinzip schreibt vor, dass die Strahlenexposition so niedrig wie vernünftigerweise praktikabel gehalten werden sollte.

Originalquelle: arstechnica.com