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Fertigung

Der Wandel bei NSU: Vom Zweirad zum Automobil

Mit dem Start des NSU Prinz im Jahr 1958 vollzog das Unternehmen den strategischen Wechsel von der Motorradfertigung zur Automobilproduktion.

3. November 2026
Der Wandel bei NSU: Vom Zweirad zum Automobil

Im Rahmen seines 150-jährigen Jubiläums beleuchtet Audi Tradition die Neuausrichtung der Marke NSU in den 1950er Jahren. Als damals weltweit größter Zweiradhersteller reagierte das Unternehmen auf sinkende Nachfrage, da die wachsende Kaufkraft in Deutschland den Wunsch nach geschlossenen Fahrzeugen forcierte.

Nachdem das Projekt eines dreirädrigen Kleinstwagens verworfen wurde, entschied sich das Management 1955 für die Entwicklung eines kompakten Automobils. Mit Hilfe eines staatlich verbürgten Bankkredits über 30 Millionen Mark gelang der Aufbau der nötigen Produktionskapazitäten. Im März 1958 lief der erste NSU Prinz vom Band.

Während das Basismodell nur mäßigen Absatz fand, entwickelte sich die besser ausgestattete Variante, der Prinz II, zum wirtschaftlichen Erfolgsträger. Die Modellreihe, die später durch den Prinz 4 ergänzt wurde, festigte den Ruf von NSU als Automobilbauer. Insgesamt wurden bis 1973 über 576.000 Einheiten des Prinz 4 gefertigt, was den Grundstein für die weitere Unternehmensgeschichte legte.

Originalquelle: audi.com