Anzahl verlassener Immobilien in der Zwangsversteigerung in den USA rückläufig
Ein aktueller Bericht von ATTOM zeigt, dass der Anteil sogenannter „Zombie-Immobilien“ im letzten Quartal auf 3 Prozent gesunken ist.

Die Zahl der Immobilien, die während eines laufenden Zwangsversteigerungsverfahrens in den USA verlassen wurden, ist leicht gesunken. Laut dem aktuellen Bericht des Immobilienanalyseunternehmens ATTOM lag dieser Anteil im letzten Quartal bei 3 Prozent, verglichen mit 3,3 Prozent im Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden 8.040 dieser sogenannten „Zombie-Immobilien“ identifiziert.
Zu diesen Leerständen kommt es, wenn Hausbesitzer das Gebäude nach Erhalt einer Mahnung räumen, weil sie fälschlicherweise annehmen, dass die Bank bereits Eigentümerin geworden sei. Da sich Zwangsversteigerungsprozesse jedoch verzögern oder eingestellt werden können, bleibt der ursprüngliche Eigentümer rechtlich verantwortlich, während das unbewohnte Gebäude zunehmend verfällt und das Umfeld belastet.
Obwohl der nationale Trend positiv ist, variieren die Zahlen regional stark. In 29 Bundesstaaten stieg die Anzahl solcher Immobilien im letzten Quartal sogar an, wobei insbesondere Wisconsin, Maryland, Pennsylvania, Texas und North Carolina Zuwächse verzeichneten. Die höchsten Raten an verlassenen Häusern wurden in Baltimore und Indianapolis gemessen.
ATTOM-CEO Rob Barber betonte, dass derartige Objekte weiterhin nur einen geringen Anteil am gesamten US-Wohnungsmarkt ausmachen. Experten weisen darauf hin, dass die Auswirkungen der aktuellen Hypothekenzinsen für den Immobilienmarkt derzeit von weitaus größerer Bedeutung sind als das Phänomen der Zombie-Immobilien.