Krankenhaus wegen Behinderung von Streikenden von Pflegekräfteverband verklagt
Der Pflegekräfteverband MNA hat eine Klage gegen das Brigham and Women's Hospital eingereicht, da dieses angeblich Pflegekräfte der Neonatalintensivstation (NICU) am Streikbeginn behindert hat.

Der Massachusetts Nurses Association (MNA) hat eine bundesstaatliche Klage wegen unlauterer Arbeitspraktiken gegen das Brigham and Women's Hospital eingereicht. Der Verband wirft dem Krankenhaus vor, Pflegekräfte der Neonatalintensivstation (NICU) am 8. Juli illegal daran gehindert zu haben, sich dem Streik ihrer Kollegen anzuschließen.
Laut der Klageschrift weigerte sich die Krankenhausleitung nach Beginn des Streiks um 7:00 Uhr morgens, die NICU-Pflegekräfte freizustellen. Als Begründung wurden Bedenken hinsichtlich der Patientensicherheit angeführt. Die Gewerkschaft sieht in diesem Vorfall eine Bestätigung ihrer Kritikpunkte bezüglich der Kontinuität der Patientenversorgung, die während der Vertragsverhandlungen geäußert wurden.
Vertreter der Gewerkschaft argumentieren, dass die Entscheidungen des Krankenhauses selbst, einschließlich des Einsatzes von temporärem Ersatzpersonal während einer anschließenden Aussperrung, potenzielle Risiken geschaffen hätten. "Das Krankenhaus kann den Pflegekräften nicht ihr gesetzliches Streikrecht verweigern und dies dann mit Bedenken hinsichtlich der Patientensicherheit rechtfertigen, die es selbst verursacht hat", sagte Kelly Morgan, RN, Vorsitzende des Verhandlungsausschusses der MNA am Brigham.
Die Klage folgt auf einen größeren Streik und eine Aussperrung von Pflegekräften im Krankenhaus. Die MNA setzt sich weiterhin für Vertragsklauseln ein, die die Abhängigkeit des Krankenhauses von temporärem Personal begrenzen, und betont, dass erfahrene, festangestellte Mitarbeiter für die Patientenversorgung unerlässlich sind. Es wird berichtet, dass das Krankenhaus sich geweigert hat, über diese spezifischen Punkte zu verhandeln.