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Gesundheit

Ernährung kann Depressionssymptome lindern

Während einer Depression können Appetit und Essgewohnheiten erheblich schwanken. Experten betonen, dass eine gesunde Ernährung eine unterstützende Maßnahme in der Depressionsbehandlung sein kann.

9. Juni 2026
Ernährung kann Depressionssymptome lindern

Depressionen können den Alltag tiefgreifend beeinflussen, auch die Essgewohnheiten.

Mit der Erkrankung verändern sich Appetit und Essverhalten oft. Manche Betroffene nehmen kaum Nahrung zu sich und magern ab, während andere versuchen, sich mit Essen, oft Süßem, zu trösten, was zu einer zuckergetriebenen Heißhungerspirale führen kann. Den meisten depressiven Menschen fehlt es jedoch an Antrieb und Kraft für regelmäßige, ausgewogene Mahlzeiten, was zu Nährstoffmangel führen kann.

Auch Antidepressiva können das Körpergewicht beeinflussen. Sie wirken teils direkt auf Appetit und Stoffwechsel, teils indirekt durch ihre stimmungsdämpfende Wirkung. Gewichtsverlust kann, besonders bei älteren Menschen, zu gefährlichem Untergewicht führen. Unerwünschte Gewichtszunahme durch Medikamente kann die depressive Belastung zusätzlich verstärken. Daher ist es wichtig, das Gewicht zu Beginn der Medikation zu beobachten und Veränderungen mit dem Arzt zu besprechen.

Forschungen deuten darauf hin, dass unterschwellige Entzündungen bei einem Teil der Erkrankten eine Rolle spielen. Eine entzündungshemmende, zuckerarme Ernährung kann daher unterstützend wirken. Eine australische Studie sieht gesunde Ernährung als wichtige Säule in der Depressionsbehandlung.

Die Reduzierung von Übergewicht, insbesondere Bauchfett, kann ein wirksamer Schritt zur Linderung von Depressionen sein. Bauchfett produziert entzündungsfördernde Hormone, und Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen starkem Übergewicht und erhöhten Entzündungsbotenstoffen, ähnlich wie bei depressiven Menschen.

Originalquelle: ndr.de