Nvidia kündigt Preiserhöhungen für Grafikkarten an, Lieferungen gestoppt
Informationen aus Lieferketten deuten darauf hin, dass Nvidia seine Partner über bevorstehende Preiserhöhungen für Grafikkarten informiert hat. Infolgedessen haben Grafikkartenhersteller die Auslieferung gestoppt und ihre Lager geschlossen.

Nvidia hat seine AIC-Partner (Add-in Board Partner) über bevorstehende Preiserhöhungen für Grafikkarten informiert, wie Kanalquellen berichten, die von IT Home zitiert werden. Während die genauen Details der Politik im August festgelegt werden sollen, sind die Auswirkungen bereits spürbar.
Die Preisanpassungen betreffen eine breite Palette von Produkten, darunter kommende Karten der Blackwell-Architektur mit GDDR7-Speicher und die gesamte GeForce-Linie mit GDDR6-Speicher. Zuvor beschränkten sich Preiserhöhungen auf Flaggschiffmodelle wie die RTX 5090.
Der Hauptgrund für die Preiserhöhungen wird auf höhere Angebote von DRAM-Speicherlieferanten für GDDR7- und GDDR6-Speicher an Nvidia zurückgeführt. Allein die Kosten für GDDR7-Speicher sollen um fast 20 US-Dollar pro 2 GB steigen, was die Herstellungskosten erheblich beeinflusst.
Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit der steigenden globalen Nachfrage nach Hochspeicherbändern (HBM) für KI-Anwendungen. Große Speicherhersteller verlagern ihre Produktionskapazitäten auf HBM, was das Angebot an GDDR6- und GDDR7-Speichern verknappt und die Preise erhöht.
Hersteller haben Berichten zufolge die Auslieferungen eingestellt und warten auf die aktualisierten Preise im August. Mehrere Grafikkartenmodelle wurden auch vorübergehend aus den Online-Shops genommen. Das Thema hat in den chinesischen sozialen Medien für erhebliche Diskussionen gesorgt.