Nvidias Vera Rubin-Plattform treibt TLC NAND-Preise in die Höhe
Die erhöhte Produktion von Nvidias Vera Rubin-Plattform beeinflusst nun die Spotpreise für TLC NAND-Speicher. Insbesondere sind die Preise für 512Gb TLC NAND wieder über 21 US-Dollar gestiegen.

Die signifikante Produktionssteigerung von Nvidias neuer Vera Rubin-Plattform wirkt sich nun auf bisher weniger verbundene Bereiche der Lieferkette aus, insbesondere auf den Spotmarkt für TLC NAND-Speicher.
Die Spotpreise für 512Gb TLC NAND sind wieder über 21 US-Dollar gestiegen, nachdem sie im Juni unter diese Marke gefallen waren. Dieser Preisanstieg wird maßgeblich auf Nvidias Context Memory eXtension (CMX)-Technologie zurückgeführt, die in die Vera Rubin-Plattform integriert ist und den Verbrauch von NAND-Speicher erheblich steigert. Gleichzeitig trägt die steigende Nachfrage nach Enterprise-SSDs zu einem angespannten Angebot bei.
Die Vera Rubin-Plattform nutzt CMX-Technologie zur Leistungssteigerung von KI-Modellen durch einen großen Puffer an TLC-Flash-Speicher. Dieser Puffer wird über Nvidias Spectrum-X Ethernet mit Rubin GPU-Clustern verbunden und vom BlueField-4 DPU verwaltet. Ein einzelner 2U CMX-Server kann bis zu 600 Terabyte TLC-Flash-Speicher aufnehmen.
Die steigende Nachfrage, gepaart mit den Leistungsanforderungen für Enterprise-SSDs, verknappt das Angebot an TLC NAND. Obwohl Nvidia seine NAND-Versorgung in der Regel durch langfristige Verträge sichert, deuten die Preisbewegungen auf dem Spotmarkt auf erhöhten Nachfragedruck hin. Die Bank of America hat zudem Gerüchte über eine reduzierte Menge an HBM-Speicher in der Vera Rubin Ultra-Version zurückgewiesen und sieht dies möglicherweise nur als vorübergehende Maßnahme zur Bewältigung von Lieferengpässen.