OfBusiness vor Börsengang: Kreditgeschäft stützt Rentabilität
Das indische Unternehmen OfBusiness bereitet seinen Börsengang vor, während der Konzern mit einem Umsatzrückgang bei gleichzeitig steigenden Gewinnen durch die Kreditsparte kämpft.

Im Vorfeld eines geplanten Börsengangs präsentiert OfBusiness eine Bilanz, die ein deutliches Gefälle zwischen Handelsumsätzen und Erträgen zeigt. Während das Kerngeschäft – der Handel mit Rohstoffen – den größten Teil des Umsatzes erwirtschaftet, stammt der Großteil des Gewinns aus dem Bereich Finanzdienstleistungen unter der Marke Oxyzo.
Im Geschäftsjahr 2026 verzeichnete der Konzern einen Rückgang des operativen Umsatzes um knapp 8 Prozent, konnte jedoch den Nettogewinn um 21 Prozent auf 724 Crore Rupien steigern. Das Kreditgeschäft erwirtschaftete dabei 505 Crore Rupien Gewinn vor Steuern und übertraf damit die Handelssparte, die 422 Crore Rupien beisteuerte. Diese Kennzahlen verdeutlichen die Abhängigkeit des Unternehmens von margenstarken Finanzdienstleistungen in einem ansonsten volatilen Handelsumfeld.
Um die Wirtschaftlichkeit des Handelsgeschäfts zu verbessern, forciert OfBusiness eine Strategie der vertikalen Integration. Durch den Aufbau eigener Produktionskapazitäten bei Stahl und Chemikalien versucht das Unternehmen, die Kontrolle über Lieferketten zu erhöhen und die Margen zu stabilisieren. Gleichzeitig wurden leistungsschwache Handelssegmente aufgegeben, um den Fokus auf profitablere Geschäftsbereiche zu lenken.
Die künftige Entwicklung des Unternehmens hängt davon ab, ob die Investitionen in die Fertigung ausreichen, um das Gewinnwachstum losgelöst von Rohstoffpreisschwankungen zu sichern. OfBusiness unterscheidet sich damit deutlich von anderen Akteuren im indischen B2B-Sektor, die derzeit häufig noch mit Verlusten operieren.