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Technologie

OHB und Rheinmetall gründen Partnerschaft für militärische Satellitenkommunikation

Das Joint Venture „OHB Rheinmetall Space Networks GmbH“ mit Sitz in Bremen wurde am 11. Juni 2026 gegründet. Es soll die Bundeswehr mit einem neuen Satellitenkommunikationssystem versorgen.

14. Juni 2026
OHB und Rheinmetall gründen Partnerschaft für militärische Satellitenkommunikation

Die Unternehmen OHB und Rheinmetall haben am 11. Juni 2026 ihr gemeinsames Unternehmen „OHB Rheinmetall Space Networks GmbH“ mit Sitz in Bremen offiziell gegründet und im Handelsregister eingetragen. Ziel des Joint Ventures ist die Lieferung einer leistungsfähigen, geschützten und dauerhaft verfügbaren Kommunikationsarchitektur für die Bundeswehr im Rahmen von SATCOMBw Stufe 4.

Das neue Unternehmen übernimmt die Gesamtverantwortung für Entwicklung, Integration, Lieferung und Betrieb des Systems, einschließlich IT-Sicherheit und Cyber Operationen. Die Lösung soll Soldaten, Fahrzeuge, Plattformen und Drohnen vernetzen und die sichere Übertragung von Sprache, Daten und Echtzeitinformationen über alle Führungsebenen hinweg gewährleisten. Die Geschäftsführung bilden Dennis Winkelmann (OHB) und Alexander Beyer (Rheinmetall).

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte betonte die Bedeutung des Standorts Bremen als „Schaltzentrale der See- und Weltraumverteidigung“ und hob die Schaffung sowie Sicherung von hunderten Arbeitsplätzen hervor. Die Gründung unterstreiche die Rolle Bremens als „Space City Nummer 1 in Deutschland“.

Die beteiligten Unternehmen sehen in der Partnerschaft einen wichtigen Beitrag zur technologischen Souveränität Europas und zur sicherheitspolitischen Handlungsfähigkeit Deutschlands. Das Joint Venture soll sich als Netzwerkbetreiber positionieren, der seine Fähigkeiten perspektivisch auch in NATO-Partnerschaften einbringen kann. Die Initiative zielt darauf ab, die Digitalisierung der Streitkräfte mit einer sicheren und krisenfesten Kommunikationsarchitektur im Weltraum zu unterstützen.

Originalquelle: rheinmetall.com