Ohio verzichtet auf ärztliche Aufsicht für Anästhesisten
Ohio ist der 27. Bundesstaat, der auf die Medicare-Anforderungen zur ärztlichen Aufsicht für Certified Registered Nurse Anesthetists (CRNAs) verzichtet. Die Entscheidung erweitert den Patientenzugang zur Anästhesiepflege.

Ohio hat sich von den Medicare-Anforderungen zur ärztlichen Aufsicht für Certified Registered Nurse Anesthetists (CRNAs) abgemeldet. Gouverneur Mike DeWine bestätigte dies in einem Schreiben vom 10. Juli 2026 an die Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) des U.S. Department of Health and Human Services.
Damit ist Ohio der 27. Bundesstaat, der von dieser Bundesvorschrift ausgenommen wird. Zuvor war für CRNAs eine ärztliche Aufsicht vorgeschrieben. Die Änderung folgt auf die Verabschiedung des House Bill 52 in Ohio Anfang Juni 2026, der die landesweite Anforderung einer solchen Aufsicht aufgehoben hat.
Führungskräfte der American Association of Nurse Anesthesiology (AANA) und der Ohio State Association of Nurse Anesthetists (OSANA) lobten die Entscheidung des Gouverneurs. Sie erklärten, dass die Abschaffung der Bundesvorschrift den Patientenzugang zu zeitnaher und qualitativ hochwertiger Anästhesiepflege verbessern wird, insbesondere in ländlichen Gebieten mit Unterversorgung. Zudem ermögliche sie es Gesundheitseinrichtungen, CRNAs besser einzusetzen.
CRNAs sind fortgeschrittene registrierte Pflegefachkräfte, die Anästhetika verabreichen. Bundesweit führen sie jährlich über 58 Millionen Anästhesien in verschiedenen Gesundheitseinrichtungen durch. Ihre Rolle ist oft entscheidend in ländlichen Einrichtungen, wo der Zugang zu ärztlichen Anästhesisten begrenzt sein kann, und sie sind auch in allen Zweigen des US-Militärs tätig.