Studie der Ohio State University untersucht Langzeitwirkung bei Veteranen nach Psychedelika-Einsatz
Eine Untersuchung an 113 Veteranen dokumentiert nach einer Behandlung mit Ibogain und 5-MeO-DMT reduzierte PTBS-Symptome. Wissenschaftler fordern kontrollierte klinische Studien zur Absicherung.

Forscher des Center for Psychedelic Drug Research and Education an der Ohio State University haben eine Studie veröffentlicht, die den Gesundheitszustand von 113 Veteranen über einen Zeitraum von neun Monaten nach einer Behandlung mit Ibogain und 5-MeO-DMT dokumentiert. Die Behandlung erfolgte in Mexiko und wurde durch Stipendien der Organisation Veterans Exploring Treatment Solutions (VETS) finanziert.
Die Teilnehmer berichteten von signifikanten Rückgängen bei Symptomen von posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS), Depressionen und Angstzuständen. Zudem korrelierte eine gesteigerte psychologische Flexibilität bei den Probanden laut den Studienergebnissen mit einer langfristigen Verbesserung der PTBS-Symptomatik.
Studienleiter Alan K. Davis betonte, dass die Ergebnisse zwar aufschlussreich seien, jedoch durch kontrollierte klinische Studien mit standardisierten Verfahren verifiziert werden müssten. Da die Untersuchung ohne Kontrollgruppe durchgeführt wurde und mehrere Substanzen zum Einsatz kamen, ließen sich keine kausalen Schlüsse ziehen oder die Sicherheit des Verfahrens abschließend beurteilen.
Die Forscher plädieren für weitere, strenger kontrollierte Forschungsansätze, um die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Behandlungsoptionen für Veteranen medizinisch fundiert zu bewerten.