Ölkonzern-Gewinne steigen trotz zunehmender extremer Hitzewellen
Sechs große Ölkonzerne werden voraussichtlich ihren Gewinn im zweiten Quartal 2026 fast verdoppeln, während extreme Hitzewellen weltweit zunehmen, so ein Oxfam-Bericht.

Sechs der weltweit größten Ölkonzerne – BP, Chevron, Eni, ExxonMobil, Shell und TotalEnergies – werden in der ersten Hälfte des Jahres 2026 erhebliche Gewinnsteigerungen verzeichnen. Eine Analyse von Oxfam zeigt, dass ihr konsolidierter Nettogewinn im ersten Quartal 23 Milliarden US-Dollar erreichte, wobei für das zweite Quartal Gewinne von fast 45 Milliarden US-Dollar prognostiziert werden.
Gleichzeitig erlebt der Planet extreme Hitzewellen, die Forscher direkt mit den Emissionen dieser fossilen Brennstoffkonzerne in Verbindung bringen. Oxfams Bericht hebt hervor, dass die historischen Emissionen von fünf dieser Unternehmen mit einem Viertel aller Hitzewellen zwischen 2000 und 2023 in Verbindung gebracht wurden.
Die Analyse unterstreicht die unverhältnismäßige Verantwortung von Öl- und Gaskonzernen für den Klimawandel. Allein im Jahr 2025 wurden diese Unternehmen schätzungsweise für Umweltschäden in Höhe von 60 Milliarden US-Dollar verantwortlich gemacht. Trotz der zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels planen diese Unternehmen, die Produktion fossiler Brennstoffe bis 2030 um 14 % zu erhöhen.
Die Ergebnisse führen zu Diskussionen darüber, wie Schäden durch den Klimawandel behoben werden können. Oxfam schlägt eine Besteuerung der Gewinne von Ölkonzernen vor, um Klimaanpassungsmaßnahmen, insbesondere im globalen Süden, zu finanzieren. Die vorgeschlagene Steuerstruktur könnte jährlich bis zu 400 Milliarden US-Dollar einbringen.