Ölplattform vor Usedom angekommen – Deutsche Umwelthilfe fordert Stopp
Die kanadische Central European Petroleum (CEP) plant Erkundungen auf Öl- und Gasvorkommen vor Usedom. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert die umgehende Absage aller fossilen Projekte in der Ostsee.

Eine neue Ölbohrplattform ist vor der deutschen Ostseeinsel Usedom eingetroffen. Das kanadische Unternehmen Central European Petroleum (CEP) plant, im Lizenzgebiet Wolin West erneut nach potenziellen Öl- und Gasvorkommen zu suchen. Das Gebiet liegt nur knapp sechs Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert die sofortige Absage aller großflächigen, fossilen Industrieprojekte in der Ostsee. Laut DUH erfolgte die Ankunft der Bohrplattform vor den Inseln Usedom und Wolin, ohne dass die deutschen Behörden informiert wurden. Dies sei ein erneuter Vertrauensbruch, so die Organisation.
Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner von der DUH betonte, dass solche Bohrungen unkalkulierbare Risiken für Umwelt, Klima und Tourismus mit sich bringen. Er appellierte an die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns und die Bundesregierung, sich entschieden gegen das Vorhaben auszusprechen.