Ölpreis übersteigt 100 Dollar pro Barrel nach Anschlägen
Der Brent-Rohölpreis kletterte am Donnerstag erneut über 100 Dollar pro Barrel, bedingt durch Berichte über Angriffe auf saudi-arabische Öltanker. Der US-WTI-Preis überschritt die Marke von 90 Dollar.

Der Preis für Brent-Rohöl hat am Donnerstag die Marke von 100 Dollar pro Barrel überschritten, das erste Mal seit Mai. Auslöser waren Berichte über Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen auf zwei saudi-arabische Öltanker im Roten Meer nahe der Straße von Hormuz.
Parallel dazu überstieg der Preis für West Texas Intermediate (WTI), den US-Benchmark für Rohöl, die Schwelle von 90 Dollar und erreichte 92,25 Dollar. Die Spannungen in der Region haben zugenommen, da auch in Jordanien und Kuwait Angriffe auf US-Interessen gemeldet wurden.
Die steigenden Ölpreise und die geopolitische Unsicherheit lassen Sorgen bei den Verbrauchern aufkommen. Der durchschnittliche Benzinpreis in den USA liegt nun bei 4,09 Dollar pro Gallone, Diesel kostet 5,20 Dollar pro Gallone.
Die Entwicklungen haben auch den US-Anleihenmarkt beeinflusst. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen erreichte am Donnerstag 4,7 Prozent, den höchsten Stand seit Januar 2025. Dies könnte Hypotheken- und Kreditzinsen beeinflussen und auf Inflationsängste hindeuten.