Ölpreise steigen um über 5 % nach Trumps Erklärung zum Iran-Waffenstillstand
Die Ölpreise stiegen um über 5 %, während die US-Aktienfutures gefallen sind, nachdem Präsident Donald Trump erklärt hatte, dass die Interimsvereinbarung mit dem Iran beendet sei.

Die Ölpreise sind am Freitag um über 5 % gestiegen, während die US-Aktienfutures gefallen sind, nachdem Präsident Donald Trump erklärt hatte, dass die Interimsvereinbarung mit dem Iran beendet sei. Trump deutete jedoch an, dass Gespräche fortgesetzt werden könnten.
Die internationale Referenzsorte Brent-Rohöl stieg um 3,94 US-Dollar auf 78,10 US-Dollar pro Barrel. Die US-Referenzsorte WTI-Rohöl erhöhte sich um 3,60 US-Dollar auf 74,04 US-Dollar pro Barrel. Diese Entwicklungen folgten auf US-Angriffe gegen den Iran, die Vergeltungsmaßnahmen für Angriffe auf drei Schiffe in der Straße von Hormus waren.
Der US-Präsident erklärte am Rande des NATO-Gipfels in Ankara, Türkei, dass die Verhandlungen mit dem Iran "Zeitverschwendung" seien. Das frühere 60-Tage-Abkommen erlaubte Schiffen die Durchfahrt durch die Meerenge ohne Gebühren, doch der Iran hatte darauf bestanden, die Routen zu kontrollieren und später Gebühren zu erheben, was etablierte Praktiken gestört hätte.
Geopolitische Spannungen haben die Ölpreise zuvor in die Höhe getrieben, die vor jüngsten Rückgängen die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel überschritten hatten. Die Situation hat die Unsicherheit für Verbraucher und Unternehmen erhöht, insbesondere im Hinblick auf potenzielle Inflationsdruck.
Der Anstieg der Rohölpreise trieb die Aktien von Energieunternehmen wie Exxon Mobil, ConocoPhillips und Chevron an, die um fast 2 % zulegten. Umgekehrt fielen die Aktien von Fluggesellschaften wie Delta, United und American Airlines aufgrund ihrer Abhängigkeit von Treibstoffkosten zwischen 2 % und 4 %.