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Bauwesen

Wärmepumpe im Altbau: Fehler kosten Hausbesitzer ein Vermögen

Millionen von Hausbesitzern in älteren Gebäuden steigen auf Wärmepumpen um, doch häufige Fehler bei der Installation, insbesondere bezüglich der Kompatibilität des Heizsystems und der Gebäudedämmung, führen zu Enttäuschung und unerwarteten Kosten.

4. Juni 2026
Wärmepumpe im Altbau: Fehler kosten Hausbesitzer ein Vermögen

Der Trend zu erneuerbaren Energien veranlasst viele Eigentümer von Altbauten zum Umstieg auf Wärmepumpen. Doch laut Analysen führen häufige Installationsfehler in älteren deutschen Gebäuden zu bereuten Entscheidungen und unerwarteten Kosten.

Ein verbreiteter Fehler ist der direkte Austausch einer bestehenden Heizungsanlage, wie Gas- oder Ölthermen, gegen eine Wärmepumpe ohne notwendige Anpassungen. Alte Heizkörper sind oft für hohe Wassertemperaturen (70-90°C) ausgelegt, während Wärmepumpen am effizientesten bei niedrigeren Temperaturen (35-45°C) arbeiten. Werden die alten Heizkörper nicht durch größere oder angepasste Niedertemperaturheizkörper ersetzt, gerät die Wärmepumpe in einen permanenten Überlastungszustand, was den Stromverbrauch und die Heizkosten drastisch erhöht.

Die Vernachlässigung der Gebäudedämmung ist ein weiteres kritisches Versäumnis. Schlecht gedämmte Altbauten verlieren schnell Wärme, was den Einsatz einer größeren und leistungsfähigeren, und somit teureren im Betrieb, Wärmepumpe erfordert. Eine Sanierung der Gebäudehülle – einschließlich Fassade, Dach und Kellerisolierung sowie moderner Fenster – reduziert den Heizbedarf erheblich. Eine adäquate Dämmung ist keine Option, sondern essenziell für die wirtschaftliche Rentabilität einer Wärmepumpe.

Zudem kann die Unterschätzung der Strompreise und des Wirkungsgrads der Wärmepumpe (gemessen am Jahresarbeitszahl, JAZ) zu hohen Betriebskosten führen. Ein gut vorbereitetes älteres Gebäude kann eine JAZ von 3,5-4,5 erreichen, während ein schlecht vorbereitetes Objekt oft nur auf 2,0-2,5 kommt. Diese Differenz kann jährliche Heizkostensprünge von mehreren hundert Euro bedeuten.

Eine Wärmepumpe kann zwar auch in älteren Gebäuden eine effektive Heizlösung sein, erfordert jedoch eine gründliche Vorbereitung. Wesentliche Schritte umfassen die Sicherstellung einer ausreichenden Dämmung, die Anpassung oder der Austausch bestehender Heizkörper sowie potenziell die Integration von Pufferspeichern. Eine zusätzliche Photovoltaikanlage kann die Stromkosten weiter senken. Wer diese vorbereitenden Maßnahmen ergreift, kann langfristig Kosten sparen und den Immobilienwert steigern. Wer dies vernachlässigt, riskiert erhebliche, laufende Ausgaben.

Originalquelle: immowelt.de