Finnisches Unternehmen Omnigym stattet Pariser Notunterkunft mit Außengym aus
Das Unternehmen Omnigym hat im Pariser Obdachlosenheim Emmaüs Solidarité Fitnessgeräte installiert, um die körperliche Gesundheit und soziale Interaktion der Bewohner zu fördern.

Der finnische Fitnessausrüster Omnigym hat den Innenhof des Pariser Obdachlosenheims Emmaüs Solidarité mit vier Sportgeräten ausgestattet. Das seit Juli laufende Pilotprojekt soll Bewohnern einen barrierefreien Zugang zu körperlicher Betätigung ermöglichen, die in privaten Fitnessstudios oft ausgeschlossen sind.
Die Nutzung der Geräte wird durch Sensoren erfasst, deren Daten zeigen, dass die Bewohner das Angebot regelmäßig, teils in späten Nachtstunden, nutzen. Eine interne Umfrage ergab, dass 80 Prozent der Bewohner eine Verbesserung ihrer körperlichen Fitness feststellten, während 90 Prozent angaben, dass der Ort die Kommunikation mit anderen erleichtert habe. Die Leitung der Einrichtung betonte, dass der Sportplatz als neutraler Treffpunkt die sozialen Kontakte gestärkt und Spannungen reduziert habe.
Omnigym-CEO Kirsti Laasio erklärte, dass das Unternehmen mit diesen Installationen auch den gesellschaftlichen Nutzen von Bewegung in den Vordergrund rücken möchte. Die erhobenen Daten sollen dabei helfen, die Ausstattung zukünftiger Standorte besser an die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppen anzupassen.
Da Obdachlose häufiger unter chronischen Gesundheitsproblemen leiden, gilt die Förderung regelmäßiger Bewegung als wichtiger Bestandteil präventiver Gesundheitsmaßnahmen. Derartige Initiativen setzen dort an, wo soziale Isolation und fehlender Zugang zu Sportangeboten die physische und psychische Gesundheit der Betroffenen zusätzlich belasten.