Jedes zehnte KMU beschäftigt ausländische Fachkräfte
Laut einer Studie von KfW Research beschäftigen 11,5 Prozent der deutschen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ausländische Arbeitskräfte. Größere Unternehmen und solche im produzierenden Gewerbe stellen am häufigsten international ein.

Elf Komma fünf Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland beschäftigen derzeit ausländische Arbeitskräfte. Dies ist ein wichtiger Baustein zur Bewältigung des wachsenden Fachkräftemangels angesichts des demografischen Wandels.
Die von KfW Research durchgeführte Umfrage zeigt, dass vor allem größere KMU mit 50 und mehr Beschäftigten ausländische Fachkräfte einstellen. Im produzierenden Gewerbe gaben 21 Prozent an, ausländische Mitarbeiter zu beschäftigen, gefolgt vom Handel (14,3 Prozent) und dem Baugewerbe (13,3 Prozent).
Sprachbarrieren stellten für 69,1 Prozent der Unternehmen eine Herausforderung dar. Bürokratische und rechtliche Hürden, wie aufwendige Verfahren für Aufenthaltstitel und Arbeitserlaubnisse, nannten 47,5 Prozent als Hemmnis für die Einstellung von ausländischen Fachkräften.
Zwischen Ost- und Westdeutschland gab es kaum Unterschiede bei der Beschäftigung ausländischer Fachkräfte. Die Beschäftigungsquote war im Westen (11,9 Prozent) nur geringfügig höher als im Osten (9,6 Prozent). Dies liegt laut Studie vor allem an der stärkeren Präsenz größerer KMU im produzierenden Gewerbe und Dienstleistungssektor im Westen.
KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher betonte, dass sich der Fachkräftemangel durch die aktuelle konjunkturelle Schwäche zwar abgeschwächt hat, aber mit einer wirtschaftlichen Erholung wieder zunehmen wird. Er sprach sich für den Abbau von bürokratischen Hürden aus, um die Einstellung von ausländischen Fachkräften zu erleichtern.