Online-Lebensmittelhändler Satvacart schließt nach 12 Jahren
Das in Gurugram ansässige Online-Lebensmittelunternehmen Satvacart hat seinen Betrieb nach 12 Jahren eingestellt. Grund dafür ist das Scheitern, ausreichend Kapital für den Wiederaufbau und die Skalierung des Geschäfts zu beschaffen.

Satvacart, ein Online-Lebensmittelhändler mit Sitz in Gurugram, hat nach 12 Jahren den Betrieb eingestellt und sein Team aufgelöst. Als Grund nannte das Unternehmen das Scheitern, ausreichend Kapital für den Wiederaufbau und die Skalierung des Geschäfts zu beschaffen. Mitbegründer Rahul H Saxena gab über LinkedIn bekannt, dass der 28. August der letzte Betriebstag war.
Saxena erklärte, dass die letzten Jahre besonders herausfordernd gewesen seien und das erhaltene Kapital eher in kleinen Tranchen denn in der für signifikantes Wachstum erforderlichen Größenordnung geflossen sei. Das Startup prüfte verschiedene Optionen wie Finanzierung, strategische Investitionen und Übernahmemöglichkeiten, entschied sich aber letztendlich für die Einstellung des Betriebs. Verhandlungen mit zwei Großinvestoren über eine „substanzielle Investition“ scheiterten, ebenso wie Übernahmegespräche mit mehreren Unternehmen.
Laut Saxena führte der Fokus von Satvacart auf Profitabilität, obwohl das Unternehmen die Gewinnschwelle erreichte, dazu, dass die erforderliche Skalierung für potenzielle Käufer nicht erreicht wurde. Er deutete an, dass der fortgesetzte Betrieb zu einer Belastung für die Mitarbeiter geworden sei.
Satvacart wurde 2014 gegründet und bot zunächst Lebensmittellieferungen an, bevor es in den Bereich des Quick Commerce expandierte und die Lieferung von Obst und Gemüse innerhalb von 10 Minuten versprach. Das Unternehmen betrieb „Dark Stores“ in dicht besiedelten Gebieten, optimiert für schnelle Auftragsabwicklung und mit einem Modell, bei dem die Bestände auf den Büchern der Lieferanten verblieben, um das Umlaufvermögen zu minimieren.
Die Schließung von Satvacart erfolgt zu einer Zeit, in der der indische Markt für Online-Lebensmittel zunehmend von finanzstarken Quick-Commerce-Anbietern wie Blinkit und Zepto konsolidiert wird. Das Startup reiht sich damit in eine wachsende Zahl indischer Startups ein, die in diesem Jahr ihren Betrieb eingestellt haben, oft aufgrund von Schwierigkeiten bei der Beschaffung neuer Finanzmittel.