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Gericht in Ontario lässt Sammelklage gegen TD Bank wegen Geldwäschevorwürfen zu

Ein Gericht in Ontario hat eine Sammelklage gegen die TD Bank zugelassen, in der dem Institut vorgeworfen wird, systematische Mängel in der Geldwäscheprävention verheimlicht zu haben.

4. November 2026
Gericht in Ontario lässt Sammelklage gegen TD Bank wegen Geldwäschevorwürfen zu
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Der Superior Court of Justice von Ontario hat die Zulassung einer Sammelklage gegen die Toronto-Dominion Bank (TD) und deren Führungsriege erteilt. Richterin Janet Leiper kam zu dem Schluss, dass die Kläger hinreichende Anhaltspunkte dafür geliefert haben, dass die Bank zwischen Dezember 2021 und Oktober 2024 ihre Anleger über systematische Mängel bei der Geldwäschebekämpfung (AML) getäuscht hat.

Die Klage wirft dem Finanzinstitut vor, regulatorische Compliance zugunsten kurzfristiger Gewinne vernachlässigt zu haben. Die Versäumnisse führten dazu, dass die US-Tochtergesellschaften der TD Bank sich als erste Banken in der US-Geschichte wegen Verschwörung zur Geldwäsche schuldig bekannten. Die Folge waren Strafzahlungen in Höhe von über drei Milliarden US-Dollar sowie behördliche Beschränkungen für das US-Geschäft. Investoren machen geltend, dass die Verschleierung dieser Risiken zu einem Börsenwertverlust von rund 30 Milliarden kanadischen Dollar führte.

Richterin Leiper stellte fest, dass die offiziellen Risikokommunikationen der Bank im Widerspruch zu den Fakten standen. Während die TD Bank die Vorwürfe zurückweist, ermöglicht die Zulassung nun ein offizielles Gerichtsverfahren. Dabei soll geklärt werden, ob die Bank gegen ihre gesetzlichen Informationspflichten gegenüber Aktionären verstoßen hat.

Originalquelle: prnewswire.com