OpenAI-Chef fordert weltweite Aufsichtsbehörde für KI
Sam Altman plädiert angesichts möglicher Risiken für eine globale Behörde zur Kontrolle künstlicher Intelligenz.

Auf einem KI-Gipfel in Neu-Delhi hat sich OpenAI-Geschäftsführer Sam Altman erneut für die Gründung einer internationalen Aufsichtsbehörde nach dem Vorbild der IAEO ausgesprochen. Altman betonte, dass angesichts der rasanten technischen Entwicklung dringend global verbindliche Sicherheitsregeln und Kontrollinstanzen erforderlich seien.
Altman äußerte die Einschätzung, dass die Welt nur noch wenige Jahre von der Entwicklung einer Superintelligenz entfernt sein könnte. Er prognostizierte, dass bis Ende 2028 ein erheblicher Teil der globalen intellektuellen Kapazität in Rechenzentren konzentriert sein werde. Als Hauptrisiken nannte er den Missbrauch als Biowaffe sowie die Nutzung durch autoritäre Regime, was einen gesellschaftlichen Diskurs über Sicherheitsmechanismen unabdingbar mache.
Kritiker werfen dem OpenAI-Management vor, mit den Warnszenarien auch eigene Marketinginteressen zu verfolgen. Die ständige Betonung der Gefahren einer Superintelligenz unterstreicht indirekt die enorme Leistungsfähigkeit der eigenen Technologie, was für Investoren und Marktbeobachter als Zeichen von technologischem Vorsprung gewertet wird. Experten sind sich jedoch uneins darüber, ob eine solche Superintelligenz überhaupt in absehbarer Zeit realisierbar ist.