OpenAI-Tool verkürzt SentinelOnes Malware-Analyse auf acht Stunden
Das Cybersicherheitsunternehmen SentinelOne nutzt das Daybreak-Tool von OpenAI, wodurch die Analyse von fortschrittlicher Malware von Wochen auf Stunden reduziert wird.

Das Cybersicherheitsunternehmen SentinelOne setzt das von OpenAI entwickelte Daybreak-Tool ein, um die Analyse von Schadsoftware erheblich zu beschleunigen. OpenAI gab am 14. Oktober bekannt, dass SentinelOne Daybreak nutzt, eine Plattform, die Cybersicherheitsexperten Zugang zu OpenAI-Modellen bietet. Diese Entwicklung verspricht, die Fähigkeiten zur Erkennung und Abwehr von Bedrohungen maßgeblich zu verbessern.
Laut Gregor Stewart, Chief AI Officer bei SentinelOne, kann Daybreak Ergebnisse auf menschlichem Niveau für die Reverse-Engineering-Analyse von Schadsoftware in etwa acht Stunden liefern. Zum Vergleich: Ein Spitzenforscher könnte vier bis sechs Wochen für die Analyse einer komplexen Malware-Probe benötigen. Diese Reduzierung der Analysezeit könnte die Identifizierung und Eindämmung von Bedrohungen revolutionieren.
Stewart betonte, dass das Team trotz der Effizienzsteigerung durch das KI-Tool die Verantwortung für die Ergebnisse behält. Er fügte hinzu, dass kritische Entscheidungen, wie z. B. Architekturänderungen, weiterhin menschliche Aufsicht erfordern sollten. OpenAI gibt an, dass die schnellere Analyse SentinelOne ermöglicht, mehr Malware-Proben zu vergleichen und gemeinsame Komponenten sowie Verbindungen zwischen verschiedenen Bedrohungen zu identifizieren.
SentinelOne plant außerdem, die Cybersicherheitsfunktionen von OpenAI für die Codeerstellung zu nutzen. Ziel ist es, dass die Entwickler von SentinelOne Sicherheitsprobleme bereits während der Softwareentwicklung beheben, um die allgemeine Produktsicherheit zu verbessern.