Orange erwirbt Anteile an SFR zur Stärkung seiner Position in Frankreich
Orange unterzeichnet eine Vereinbarung zur gemeinsamen Übernahme von SFR. Die Transaktion soll die führende Position von Orange auf dem französischen Telekommunikationsmarkt festigen.
Paris, 6. Juni 2026 – Der Telekommunikationsanbieter Orange gab heute die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zum gemeinsamen Erwerb von SFR, dem zweitgrößten Telekommunikationsanbieter Frankreichs, bekannt. Die Vereinbarung wurde in Zusammenarbeit mit Bouygues Telecom und Free-Groupe iliad getroffen.
Diese Transaktion ist Teil der europäischen Konsolidierungsstrategie von Orange und zielt darauf ab, die Marktführerschaft des Unternehmens in Frankreich zu stärken. Die Übernahme soll die Wertschöpfung für die Stakeholder beschleunigen und die Investitionskapazität des Unternehmens in digitale Infrastrukturen und Dienstleistungen unterstützen. Die beteiligten Unternehmen geben an, dass der Betrieb ein stark wettbewerbsorientiertes Umfeld erhalten und die langfristige Fähigkeit des Sektors zur Investition und Innovation stärken wird.
Orange's Anteil am Gesamtwert der Transaktion, die sich auf 20,352 Milliarden Euro beläuft, beträgt etwa 27 % bzw. 5,6 Milliarden Euro, vorbehaltlich Anpassungen bei Abschluss. Diese Akquisition würde Orange's französischen Kundenstamm um rund 4 Millionen Mobilfunk- und 1 Million Festnetz-Breitbandkunden sowie zusätzliche Frequenzspektren erweitern. Das Unternehmen rechnet mit Kostenersparnissen von über 0,5 Milliarden Euro jährlich, fünf Jahre nach Abschluss.
Das Konsortium hat sich verpflichtet, die Beschäftigung aller übernommenen SFR-Mitarbeiter bis Anfang 2029 zu sichern und wird den sozialen Dialog mit den zuständigen Gewerkschaften aufnehmen. Ziel ist es, die Expertise der SFR-Teams während des mehrjährigen industriellen Integrationsprogramms zu nutzen.