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Technologie

Orbital Matter realisiert 3D-Druck von Strukturbauteilen im Orbit

Das deutsche Startup Orbital Matter hat erfolgreich einen 3D-Druck-Vorgang im Weltraum durchgeführt und einen strukturellen Balken gefertigt.

4. November 2026

Das deutsche Unternehmen Orbital Matter hat mittels eines Satelliten erfolgreich einen rund einen halben Meter langen Balken direkt im Erdorbit 3D-gedruckt. Der Prozess nutzt Harz, das mittels UV-Licht ausgehärtet wird, und stellt eine Premiere für die additive Fertigung auf frei fliegenden Raumfahrzeugen dar.

Die bisherige Luft- und Raumfahrttechnik ist bei großen Strukturen wie Solarpaneelen auf komplexe Faltmechanismen angewiesen, um den begrenzten Platz unter der Nutzlastverkleidung von Trägerraketen zu nutzen. Die Herstellung solcher Bauteile im All könnte künftig den Bau von größeren Satelliten oder orbitalen Rechenzentren ermöglichen, die eine höhere Energiekapazität und effizientere Wärmeabfuhr benötigen.

Obwohl eines der vier installierten Drucksysteme während der Mission ausfiel, bestätigte ein zweites Gerät die Funktionsfähigkeit der Technologie, indem es erfolgreich eine Stützstruktur für ein Solarpaneel fertigte. Orbital Matter arbeitet für die Weiterentwicklung des Konzepts mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und Thales Alenia Space zusammen, wobei für 2028 eine weitere Mission mit größeren Systemen geplant ist.

Originalquelle: ithome.com