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Gesundheit

Ortenaukreis digitalisiert gegen Pflegenotstand mit KI und Social Media

Der Ortenaukreis setzt auf KI und soziale Medien, um Gesundheitsberufe attraktiver zu machen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

21. Juli 2026
Ortenaukreis digitalisiert gegen Pflegenotstand mit KI und Social Media

Der Ortenaukreis setzt verstärkt auf digitale Strategien, um dem akuten Fachkräftemangel im Gesundheitswesen entgegenzuwirken. Bei der siebten Plenumsveranstaltung der Kommunalen Gesundheitskonferenz (KGK) in Offenburg wurde diskutiert, wie künstliche Intelligenz (KI) und soziale Medien dazu beitragen können, Gesundheitsberufe attraktiver zu gestalten und neue Fachkräfte zu gewinnen.

Evelyn Bressau, Leiterin des Gesundheitsamtes Ortenaukreis, betonte, dass Digitalisierung mehr als nur die Einführung technischer Anwendungen sei. Sie verändere grundlegend Arbeitsabläufe und könne somit einen entscheidenden Beitrag zur Attraktivitätssteigerung von Gesundheitsberufen für junge Menschen leisten. Auf einem "Praxismarkt" tauschten sich Akteure über konkrete digitale Lösungsansätze aus, von KI-gestützten Kommunikationshilfen über die digitale Praxisorganisation bis hin zur gezielten Mitarbeitergewinnung über soziale Medien.

Neben der Nachwuchsfrage zog die KGK Bilanz über bestehende Projekte, wie die Initiative "Die Ortenau bewegt sich". Zudem wurde eine strukturelle Neuausrichtung beschlossen: Das Thema "Förderung der Gesundheitskompetenz" wird künftig nicht mehr in einer eigenen Arbeitsgruppe behandelt, sondern als fächerübergreifende Querschnittsaufgabe in allen Arbeitsbereichen der Konferenz verankert.

Ziel der Maßnahmen ist es, dem wachsenden Bedarf an qualifiziertem Personal in Pflege, Medizin und Hebammenwesen durch innovative Ansätze gerecht zu werden. Die Digitalisierung soll dabei nicht nur die Rekrutierung erleichtern, sondern auch die Arbeitsbedingungen verbessern und das Image der Gesundheitsberufe im Ortenaukreis stärken.

Originalquelle: badische-zeitung.de