Osaka Gas und MHI prüfen Entwicklung einer CO2-Wertschöpfungskette
Osaka Gas und Mitsubishi Heavy Industries (MHI) haben eine Kooperationsvereinbarung zur Prüfung einer Wertschöpfungskette für CO2-Abscheidung, -Nutzung und -Speicherung (CCUS) getroffen.

Tokio – Das Energieunternehmen Osaka Gas und der Industriekonzern Mitsubishi Heavy Industries (MHI) werden bei der Entwicklung einer Wertschöpfungskette für Kohlendioxid (CO2) zusammenarbeiten. Die Vereinbarung sieht eine Machbarkeitsstudie vor, die sich mit der Abscheidung von in Japan anfallendem CO2, dessen internationalem Transport, der Nutzung zur Produktion von E-Methan und der anschließenden unterirdischen Speicherung befasst.
Das Projekt zielt darauf ab, eine effiziente CCUS-Wertschöpfungskette zu etablieren. Dabei wird das Know-how von Osaka Gas in der E-Methan-Herstellung und CO2-Speicherung mit der Expertise von MHI in der CO2-Abscheidung, dem maritimen Transport von verflüssigtem CO2 und dem CO2-Management kombiniert. Die Studie wird Methoden zur Abscheidung von Emissionen aus schwer dekarbonisierbaren Industrien wie Stahl, Zement und Chemie sowie deren Seetransport untersuchen.
Die Initiative plant zudem die Erweiterung ihres CCUS-Systems durch den Handel und die Übertragung von Umweltwerten mithilfe der digitalen Plattform CO2NNEX. Diese wird von MHI in Zusammenarbeit mit IBM Japan entwickelt und dient der Visualisierung der CO2-Wertschöpfungskette. Ziel ist es, durch die Kombination der Technologien beider Unternehmen zur Erreichung einer CO2-neutralen Gesellschaft bis 2050 beizutragen.
E-Methan wird durch Methanisierung aus Wasserstoff und CO2 synthetisiert. Seine Verbrennung führt zu keiner Nettoerhöhung von CO2 in der Gesellschaft, da das CO2 abgeschieden und recycelt wird. E-Methan gilt als wirtschaftlich effizienter Weg zur CO2-Neutralität, da es über die bestehende Gasinfrastruktur verteilt und in vorhandenen Geräten verwendet werden kann.